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2 (1850) Basreliefe und geschnittne Steine / erklärt von F. G. Welcker
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110 Die Wuth des Thrakischen Lykurgos.

beweisen, die man vielleicht Ate wird nennen können.Wenn in der Ate Emil Braun mit meiner ihm sicher nicht be-kannten Pöne im Allgemeinen zusammentrifft, so kann ichihm doch in der Verweisung dieser dämonischen Person indie Unterwelt nicht beistimmen: dieser widerspricht derStrahlenkreis, während die vieldeutigen Schlangen sie nichtausschliessend und nolhwendig angehn. Die Strafe des ein-geflössten Wahnsinns kommt dem Frevler aus der Höhe unddie Schlangen bezeichnen die Wuth in der seine Strafe be-steht, womit diese besondre Ate oder Pöne begleitet ist.

Die Strafe des Lykurgos sah ich an einer Kylix gemalt.Lykurgos mit Schwerd, gedrängt von dreiMänaden, eine mitSchwerd, zwei mit Thyrsen; gegenüber Siegesfeier, Diony-sos umgeben vom Thiasos. In dem Mosaik in Neapel wirdLykurgos fliehend angefallen vom Panther des Dionysos,welcher die Strafe gebietend hinter ihm steht, eine ausdrucks-volle Composition. Zoegas Abh. S. 2, Gerhard und PanofkaNeapels Ant. Bildw. S. 143. In dem Relief eines gläsernenBechers, der in der angeführten Abhandlung von Roulezp. 114 beschrieben ist, wird Lykurg von den Reben, die ervernichten wollte, umstrickt, das Beil entfällt ihm, die Köni-gin liegt todt, Dionysos ist von Pan und vom Panther begleitet.