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2 (1850) Basreliefe und geschnittne Steine / erklärt von F. G. Welcker
Entstehung
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Identische Vorstellung des Relterns *).

Taf. VI, 10.

Unter den Zoegaschen Basreliefen stellt Taf. 87 J )zwei Satyr-Jünglinge vor, die sich an einem Ringel mit bei-den Händen haltend und darunter den einen Fuss, der eineden rechten, der andere den linken fest aneinander aufstel-lend sich im Kreise umschwingen. Eben aus diesem An-setzen beider Füsse, so wie aus der Musik die ihnen, aufder einen Seite stehend, ein andrer Satyr mit Doppelflötendazu macht, ist deutlich dass es nicht gilt, wie Jemand ge-glaubt hatte, wer den andern von der Stelle ziehen könne,sondern dass sie sich umschwingen. Auf der andern Seitekommt ein Silen heran mit einem grossen Korb hoch vollFrüchte; und auf dem ganzen Raume den ihre Füsse be-reichen, sind kleine runde Körper, jedoch nicht auf dem blo-ssen Boden, sondern in einem äusserst flachen Gefäss aufge-häuft. Zoega erinnerte sich hierbei eines Spieles oder Tan-zes den er in der Gegend von Rom gesehen, wo zwei Bur-sche sich auf zusammen gehäuften kleinen Steinen an ei-nem Ringel von Ginster so lang umschwangen bis einer fieloder sich für müd erklärte. Diess Spiel, wenn gleich keinSchriftsteller es erwähne und kein andres Kunstwerk es dar-stelle, glaubte er hier zu erkennen. Es gedenken desselbenaber allerdings Römische Schriftsteller (wenigstens des Zie-hens, wenn auch nicht des Umschwingens am Seil 2 ), und,

*) Kunstblatt bei Cotta 1816 N. 2.

1) Auch in YVieseiers A. Dcnltm. Taf. XL, 476.

2) Taubmann, ad Plaut. Poenul. 116.

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