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2 (1850) Basreliefe und geschnittne Steine / erklärt von F. G. Welcker
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Baccbisches Marmorrund.

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die Rückseite bietet etwas Beachtenswerthes dar. DieseMänade ist, so häufig auch die Mänaden mit dem MesserVorkommen, die einzige mir bekannte die ein menschlichesHaupt der Altarflamme übergiebt und dadurch an die Zeitender Einführung des Bacchischen Dienstes erinnert, wo nachApollodor die Argivischen Weiber in der Wuth die säugen-den Kinder verzehrten und Agave ihren Vater zerstückte;wenn man sie nicht für Agave selbst halten will, welche aufandre Weise den Kopf des Pentheus haltend mehrmals vor-kommt * 2 ).

Von ähnlichem Inhalt sind mehrere Werke dieser Artderen Beschreibung ich aus Zoegas Papieren mittheilen werde.Es befindet sich nemlich

1. Eins im Vaticanischen Museum (im innern Hof}, woauf der einen Seite eine Mänade ist im Orgasmus, tanzend?mit rückwärts geworfenem Haupt, die Arme weit auseinan-der; auf der andern ein brennender Altar im Schatten zweierBäume 3 ).

2. Auf einem andern im Kircherschen Museum, welchesneuerer Zeit in zwei Platten aufgeschnitten und auf Schiefergezogen worden, ist auf der einen Seite ein Pan, mit amHals gebundner und über die linke Schulter flatternder Ne-bris, in seiner gewöhnlichen Bewegung. Er nähert sich ei-nem Altar von Feldstein und giesst ein Rhyton über dieFlammen desselben aus indem er in der linken Hand einPedum hält. Auf der andern Seite ein junger Satyr der

Sehr häufig sind dergleichen an Ecken der Sarkophage angebracht;und als Verzierung an allen Arten ton Denkmälern. Eine Opfer-spende vor einem Ammonskopf enthält eine Gemme von Maflei beiMonlfauc. T. II pl. 74, 2., Masken von Bacchus , Silen und einemSatyr in den Ancient terracott. of the British Mus. n. 62. Das. n.66 ein Kopf des Ammon in Relief.

2) [O. Jahn Pentheus und die Mänaden S. 21 f.]

3) [Beschreibung der Stadt Rom II, 2 S. 156. n. 93. PistolesiValicano T. IV tav. 102, wo nur die Bacchante abgebildet ist].