Des Amphiaraos Aufnahme in die Erde. 181
fasst er in der linken Hand. Grösser noch als in seinerStellung ist der Unterschied in dem Viergespann der in wil-dem Lauf sich dahinstürzenden Pferde, deren Rase gegendie Griechische umgetauscht und ganz dieselbe ist die wiraus Marmorwerken in Neapel kennen, so wie auch die Be-zäumung dieselbe ist wie an diesen.
Nach dem Oropischen Relief wird das gegen 6 Zollhohe Erzfigürchen von altgriechischem Styl der schönstenArt, jetzt im Antikencabinet der Tübinger Universität, wel-ches durch die Abhandlung von Grüneisen (die altgriechischeBronze des Tuxischen Cabinets in Tübingen , im Kunstblatt1835 St. 6 — 12 und im besondren Abdruck) unter demNamen Amphiaraos berühmt ist, vielmehr Baton genanntwerden müssen. Thiersch, der den Schatz gewissermassenentdeckt hatte, hielt die Figur für den Schützen Pandarosohne die Stellung gehörig zu prüfen. Der kleine Ansatzauf dem Rücken, der etwas Abgebrochenes verräth und ihmauf einen Bogen zu deuten schien, kann von einem langherabhängenden Busch des Helms herrühren. Den Wagen-lenker erkannten nach einem Gypsabguss noch vor Grünei-sen auch Hirt und Rauch. Jener erklärte: „Amphiaraos indem Momente wo er forteilend und die Rosse treibend densich auflhuenden Erdschlund erblickt, vor dem sich ohneZweifel auch die Thiere bäumen, zieht mit der Gewalt desNemeischen Wagensiegers die Leinen in kräftiger Linkenzurück, während er mit seinem Körper noch immer vorge-lehnt ist und die rechte Hand ausstreckt — weil die Rossesich sträuben und in Unordnung zu gerathen drohen, undihnen beschwichtigend zuzurufen scheint“ u. s. w. DieseBedeutung, so wie die Abkunft aus der Hand eines Agela-das oder Myron wird bestritten in Kuglers Museum für bil-dende Kunst 1835 S. 268 — 285 von S(chöll), welcher dieFigur für das Denkmal eines wagensiegenden Fürsten oder