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2 (1850) Basreliefe und geschnittne Steine / erklärt von F. G. Welcker
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Ilions Zerstörung auf der Tabula lliaca.

nen glaube, so wird es der Mühe werlh seyn auch nochjetzo, wo so viele neuentdeckte Denkmäler wetteifernd dieAufmerksamkeit an sich reissen, auf ein so altes und be-kanntes nochmals zurückzukommen.

Als anerkannt darf ich annehmen dass die TroischeStuccotafel und andre ähnliche aus der gleichen Masse ge-formten 2 ) nicht als selbständige Kunstwerke angesehn seyn

2) Nemlich 1. die Albanische, welche den Herakles angehtund zuletzt von Zoega in den Bassirilievi tav. 70 herausgegebenwurde; 2. das Rondininische Bruchstück nach der Odyssee, zuerstberausgegeben von Ridolfino Venuti, La Favola de Circe rappresen-tata in un antico Greco bassorilievo di marmo in Roma 1758, undvon Barlhelemy in den Mein, de lAcade'mie des Inscr. T. 28 p. 596,dann von Guattani und nach ihm von Millin in der Galerie mythol.pl. 174. n. 635; 3. das Borgiasche Bruchstück, jetzt also in Nea-pel, mit den Töchtern des Kadmos und Attischen Göttern, heraus-gegeben von Heeren in der Bibliothek der alten Literatur und KunstSt. 4, jetzt im 3. Bde seiner Werke. 4. Ein Stückchen mit nacbbo-merischen Troischen Geschichten, von ganz verschiedener Anordnungabgebildet nebst einem andern Not. 5 berührten bei Montfaucon,welcher irrigerweise beide als Theile der löschen Tafel betrachtet.Diese beiden Bruchstücke, wovon Montfaucon eine Zeichnung durchMsgr. Bianchini erhielt, sind nachher nach Verona in die Bibliothekdes Domcapitels gekommen. Die Schrift von beiden, ohne die Figu-ren, hat auch Maffei im Museum Veron. p. 468, und zwar vollstän-diger bekannt gemacht. Beide sind, so wie das Borgiasche, auf derRückseite mit Schrift bedeckt, welche bei dem letztgenannten durchdie Erwähnung mehrerer Dichter Wichtigkeit hat. Nur GriechischeDichter und Griechische Sprache finden wir auf allen diesen Tafeln.[5. Gerhard fügt in den Annalen ein angeblich zu Rom in der VigneNicolai nahe bei der Paulskirche gefundnes Bruchstück hinzu, Pria-mos um die Leiche des Hektor flehend, verschieden von der Vorstel-lung auf der Tabula lliaca. Diess ist gestochen in R. RochetlesMon. ine'd. p. 49].

Heeren sagt, die Borgiasche Tafel sey aus Marmor. Eben sohat man die Ruhe des Herakles lange Zeit für Marmor ausgegehen,da diese Tafeln ganz das Ansehn des Steins haben. S. Zoega p. 117not. 2. Auch Venuti begieng hinsichtlich seiner Rondinischen Tafeldasselbe Versehn. An der Iliscben Tafel wurde zuerst das opus tecto-