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5 (1864) Statuen, Basreliefe und Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Die Hestia Giustiniani.

sollte diese feste Stellung auch noch hervorgehoben werdendurch die mit dem äusseren Theil auf die Hüfte gestützterechte Hand, eine Bewegung, wozu die der linken, dieihre Bedeutung ebenfalls für sich hat, in keiner natürlichenBeziehung stellt. , Der g^dre Theil der .Hestia, besteht indem Feuer, welbhes lotlöfnd auf ihrem rdriden heerd oderauf ihrem Altar wärmt und Nahrung den Menschen, denGöttern Opfer hereilet. Dies Element scheint mir schönerals durch den gleich den Flammen wackelnden Hephästosangedeutet durch den erhobenen Arm und den sanft, nichtstrack aufgerichteten Zeigefinger, ein Zeichen wie gut derKünstler den kindlichen, aber sinnreichen Geist frühesterZeiten bey Uebertragung der Naturgötter in Menschengestaltnachzuempfinden verstanden hat. Sollte der Finger auf etwasausser der Hestia selbst Bezug haben, z. B. auf den Himmeldeuten, so müsste er nothwendig anders geformt seyn. Sowie die leicht und anmuthig erhobene Hand ist, scheintsie nur aufmerksam darauf zu machen, wie auf dem Altardie Flamme emporstrebt und spielt 5 ). In manchen Tempelnder Hestia, wie in Hermione nach Pausanias (2, 35, 2),hatte Hestia statt Bildes nur den Altar worauf sie opferten;in den Prytaneen brannte auf ihrem Heerd bei Tag undNacht Feuer, wie nach demselben auf dem der Eleer im

in der Bibliothek zu Kopenhagen aufbewahrten Papieren, schreibt;Sie ist völlig ganz, obgleich man die Füsse nicht sieht, nochirgend ein Zeichen, dass der Künstler je daran gedacht habe sieauszudrücken , noch sie als verborgen unter dem Gewand voraus-zusetzen. Die ganze Statue hat das Ansehn einer dicken Säule undbesonders gleicht der Theil vom Nabet abwärts, bedeckt mit einergerade hängenden, in geraden, gleichlaufenden, abgerundeten undtiefen Falten gearbeiteten Tunica, einer Herme.

3J Zoega a. a. O.Mit dem linken Arm macht sie eine Ge-berde einigermassen der der Nemesis ähnlich, indem der Ellbogenin spitzem Winkel gebogen ist, die Hand in einiger Entfernung vomGesicht erhoben, offen, die Finger ein wenig gegeu das Gesichtgebogen.