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5 (1864) Statuen, Basreliefe und Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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349
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Die grosse ßariusvase in Neapel ^

Taf. XXIII.

Die im Frühjahr 1854 bei Canosa aus einem Grabhervorgezogne Amphora mit Darius, wovon Minervini in

1) Gerhards Archäol. Zeitung 1857 S. 4955. Taf. 103. Derfolgende kleine Aufsatz wurde an den Herausgeber mit den inLondon erschienenen Zeichnungen eingeschickt ohne eiue Ahnungdavon, dass eine Abbildung der Hauptvorstellung dieses merk-würdigen Gefässes diesem schon vorher zugekommen, ja dass dieseschon gestochen sei, wie sie nun hier vorliegt. Derselbe hatdarüber auch bereits in der Königlichen Akademie der Wissen-schaften Bericht erstattet, der in deren Monatsberichten nächstenserscheinen wird, wenn nicht schon erschienen ist. Es mag indes-sen hier der ohne Kenntniss der früher abgegebenen Erklärungentworfne Artikel unverändert folgen und es durch seine Kürzeim Ganzen entschuldigt werden, wenn Einiges an zwei Stellenfast gleichzeitig doppelt gesagt wird. In der Gerhardschen Zeich-nung ist deutlich AUA geschrieben, wie man in Neapel gelesenhat, und es scheint daher um so mehr, dass das U dem P, dasmir der Sinn und Zusammenhang nothwendig zu erforschen scheint,an der Vase selbst so ähnlich sieht und so nahe kommt, dass dieErklärer sich leicht über diesen in der Sache sehr wesentlichenBuchstaben täuschen konnten. Wie häufig aber die ältere Formdes U für P und umgekehrt in den Inschriften, besonders derVasen mit einander leicht verwechselt werden können, ist bekannt.[Der vorgedachte Bericht über das in Rede stehende Gefäss ward