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5 (1864) Statuen, Basreliefe und Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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352 Die grosse Dariusvase in Neapel .

stimmt, und nur der dritte erhebt zwei Finger der Rech-ten. In diesen Figuren wird man vermuthlich bei nähe-rer Untersuchung manche aus wirklicher Kenntniss desPersischen Hofs und seiner Grossämter entnommene Be-sonderheit unterscheiden. So hat der Antragsteller einenSpitzhut auf, der sich von den verschiedenen Tiaren vonvier andern und dem unbedeckten Haupte des fünften, demeinfach bedeckten des sechsten gewiss absichtlich unter-scheidet + ).

Die oberste Reihe nehmen, wie gewöhnlich, dämoni-sche Personen ein, die aber hier in ungewohnter Weisezu einer Handlung zusammentreten, einer Handlung, wel-che vorbedeutend den für Darius unglücklichen Ausgangdes Kriegs ausdrückt. Die Namen HEAAA2 (dieser inder Zeichnung nicht ganz richtig gegeben) und A2IAsind beigeschrieben. Beide sind als ideelle Personen un-ter den Göttern ganz an ihrem Platz. Asia sitzt, einehohe Kriegeslanze haltend, auf einem grossen Basamentoder einer Ara, worauf hinter ihr auch ein Hermenbildaufgerichtet ist, und schickt die Ara, APA , aus, welchezwei Fackeln hält und Schlangen im Haar bat, nach derstatt Chlamys auf der Brust geknüpften Thierhaut aber undder Beinbekleidung einen männlichen kriegerischen An-schein hat. Dass Asia sie aussende, ist daraus klar, dasssie nach dieser den Blick wendet, sie anhört. Die Fackelin des Feindes Land zu werfen ist ein bekanntes Zeichender Kriegsankündigung, der Fackelträger (nvgqioQOs ), dersie überbrachte, war eine geheiligte, unverletzliche Per-son 4 5 ). Sinnreich genug ist die Drohung, das Land mit

4) Die Begleiter des Persischen Gesandten Feruk Khan 1857trugen konische Hüte.

5) Schol. Eurip. Phoen. 138g (1377), wo die Varianten desCobetschen Scholiasten (p. 269), so wie anch die in der Bothe-schen Ausgabe p. 70 nichts im Wesentlichen ändern. Der Dichterselbst vergleicht das Schlachtzeichen der Trompete mit der losge-