Die grosse Dariusvase in Neapel . 355
vase des Burbonischen Museums vorkommenden Apataerinnert, deren Namen er, abgekürzt um die zwei letztenBuchstaben, aus der APA herauslesen will. In der Eng-lischen Zeichnung ist das P statt 77 oder j T, vollkommendeutlich, und wenn das V neben APA, das sie giebt,richtig ist, so fällt die Ergänzung ATIATH von selbst weg.Doch kann ich darüber nicht urlheilen, da Minervini wie-derholt bemerkt, dass hinter AIIA nur für zwei Buchsta-ben Raum, also kein Buchstabe ausserdem sichtbar sei.Nur dessen bin ich gewiss, dass der Maler nicht II, son-dern P hat schreiben wollen. Die Täuschung, die denDarius verblendete und in’s Verderben stürzte, könnte un-möglich gegen Hellas, das sich nicht verwirren liess son-dern auf seine Götter vertraute, von der Asia losgelas-sen werden.
Cav. Quaranta, der sich anfangs auch von der 'Ajuxtiiberücken liess, in der er die am schwersten zu erklä-rende Figur erblickte, verstieg sich nachher in andre Er-gänzungen des vermeintlichen AIIA, als änayysUa, änciQxtj,änccQfag und erklärte das Ganze aus der Geschichte desDarius Codomanus, mit Sprüngen wie er sie zu machenpflegt, denen man nicht von weitem folgen kann noch mag.Darüber hatte er in der Akademie bereits fünf Abhand-lungen gelesen, denen andre nachfolgen sollten. In derFackelträgerin, die auch der Engländer den Genius desKriegs nennt, erkennt er die, welche ganz Asien undganz Europa in den Krieg rufe, die schlangenhaarige Fu-rie des Kriegs.
Das Gegenstück der Rückseite enthält in der Him-melsregion den Bellerophon, von der Nike gekränzt, undzu dessen Seiten Pan und Aphrodite stehend auf den Aus-senseiten, und sitzend weiter nach innen Poseidon undeine matronale Göttin, die, da sie eine Lanze hält undein Schild daneben liegt, nicht Juno genannt werden muss,sondern kaum eine andre sein kann als Pallas. Unten ist
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