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5 (1864) Statuen, Basreliefe und Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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358
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358 Die grosse Dariusvase in Neapel.

der Erde bedroht, wird gerettet durch die OlympischenGötter, und es schliesst sich durch den religiösen Charak-ter, so wie durch die edelste Einfachheit an den Krösosauf dem Scheiterhaufen in den Monumenten des archäo-logischen Instituts an (1, 54). Die Seele des Gemäldes,welches vollkommen selbständig erscheint, ist der Ge-gensatz der feindlichen Macht gegen Hellas und des gött-lichen Schutzes. Durch diesen konnte ein Drama, auchwenn ihm die Idee nicht fremd blieb, nicht so vollstän-dig beherrscht werden, in dem nicht einmal der Olympdargestellt war. Wenn ein Stück des Phrynichos unterder Kriegsrüstung auch die eingetriebenen Tribute nochso breit auseinandersetzte, so that es diess auf seine Art,und wenn diese Sache an sich zuerst durch diess Dramades Phrynichos den Griechen näher bekannt gewordenseyn sollte, so mag sie aus dieser Quelle immerhin auchbis zu den Malern gekommen seyn. Dass das Bild in vielälterer Zeit erfunden sey als welche zum Theil die Aus-führung und welche besonders in den an derselben über-grossen Amphore, nach Apulischem Brauch, zusammenge-stellten Gemälden gar Vieles verräth, wird man nicht be-zweifeln wollen. Die religiöse Auflassung des grossenEreignisses durchdringt auch die Perser des Aeschylus ,an die doch bei dem Gemälde nicht zu denken ist. Obvon dieser die Dramen des Phrynichos etwa weniger ab-hängig gewesen sind, gerade weil er einen starken Zugzu der geschichtlichen Erscheinung verräth, darüber Ver-muthungen anzustellen, sind wir kaum berechtigt.

Auf seine Bemerkung ist Jahn geleitet worden, wieer selbst anführt, durch Minervini, der auf seine starkverunglückte Vermuthung nochmals zurückgekommen warin seinem Bullettino 1856 p. 46 f. 111 und 1858 p. 8388.165167. Aus einer andern Erklärung, Darius in derUnterwelt, in Gerhards Archäol. Zeitung 1857 AnzeigerS. 107* ist wenigstens zu entnehmen, dass wenn dos