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5 (1864) Statuen, Basreliefe und Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Götterreihen im Olymp.

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ziemlich weiblich ausgefallen, wie man ihn auch sonst anVasen sieht. Diese Vorstellung geht auf die schwungvolleDichtung im ersten Pindarischen Hymnus zurück dass beitder Hochzeit des Zeus, der nach der Theogonie sich mitsieben Göttinnen und schliesslich mit Here , vermalte, Apol-lon mit dem Musen sein Lob sang. Zeus nemlich fordertdie Götter in der festlichen Freude des Siegs und dervollbrachten Reform auf zu sagen ob sie einen Wunschhätten, sie baten dass er ihnen Götter schaffen möchtedie seine grossen Thaten mit Lied und Musik feierten under rief den Apollon und die Musen ins Daseyn. Böckhvermuthet dass aus diesem Hymnus auch das PindarischeWortin der Zeit aber ward Apollon geboren, herrühre,das wenigstens mit ihm übereinstimmt. Dass Apollon mitden Musen Götterhochzeiten feiert, ist eine viel ältere my-thologische Erfindung und kommt in Vasengemälden diean Aller dem Pindar nicht nachzusetzen sind, vor 2 ): diesshat ihm Anlass gegeben auch dieser mythischen Thatsache,was überall gern geschah, ihren Ursprung nachzuweisen,indem zugleich der Enthusiasmus der Götter für den neuenBeherrscher des Olympos die Hymnen schmückte. Here mitder Blume erscheint mit Bezug auf die uralte Vorstellung,dass sie Göttin der Erde sey, als Frühlingsgöttin,Av&siaweil diess mit dem Bräutlichen wohl zusammenstimmt.Dass Apollon sich der Here zuwendet, ist ohne Bedeu-tung und steht nur malerisch in Beziehung zu der Wen-dung der Hebe nach dem Zeus: und diese symmetrischeRücksicht ist keineswegs zu tadeln, da nach der Stellungder Throne gegeneinanderüber ein Auftreten des Apollon vor dem Paare ohnehin wegfiel. Wohl gewählt ist fürdiese Scene der Lorberkranz des Zeus, gleich dem desApollon .

Die andern den Olymp zu repräsentiren ausgewählten

2) Meine Götterlehre 2, 371 f.