Das Parisurtheil nimmt von den im Epos die Ilias einleitenden Geschichten in den Monumenten weit dieerste, unter den Vasengemälden der älteren Klasse über-haupt eine ziemlich bedeutende Stelle ein und behauptetsich in verhältnissmässiger Gunst auch in der andern nachder freieren Entwicklung der Kunst. Wenn wir sonst ausder Litteratur die Bildwerke zu erläutern suchen, so wirft
I) Aus den Annalen des Röm. Archäol. Instituts 17, (Paris 1845) Taf. 18, 132—215, wo zugleich auch Taf. 19 die Rückseitemit Odysseus und Tiresias gegeben ist, wovon die Erklärung schonim dritten Bande der A. D. S. 452—458 wiederholt ist. Die Ab-handlung zum Parisurtheil folgt hier einigermassen erweitert, be-sonders in der Einleitung, die Erklärung der Taf. 18 in dem Ver_zeichniss der Vasen zuletzt N. 68. Diese Umschreibung erfolgteim Winter 1845 zu Rom als Anfang der Ausführung eines epi-schen Cyklus in Bildern, der viele Jahre vorher entworfen undfür den litlerarischen vielfach benutzt war, sich auch in meinenSchriften mehrmals angekündigt lindet. Verschiedene Gestalt hatin den sonst für alle Gedichte gleichmässig vollständigen Vorbe-reitungen nur die Ilias, welcher die Recension von Inghirami’sGaler. Omer, in der Jenaischen Litteraturzeit. Apr. 1836 S. 587—616 zu Grunde gelegt ist. Zwei Tafeln, welche unter BraunsAufsicht für dieses Werk gestochen wurden, sind nunmehr als eineProbe der damals beabsichtigten Ausführung in Abzügen beigege-ben worden (Taf. A. B.).