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5 (1864) Statuen, Basreliefe und Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Uriheil des Paris .

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59. Grosse Hydria von ßuvo mit einem grossen Henkel amHals und zwey grossen am Bauch, jetzt in der grossherz. Samm-lung in Carlsruh, ßullett. 1836 p. 165, edirt von E. Braun II giu-dizio di Paride 1838 und von Fr. Creuzer Zur Gallerie der altenDramatiker 1839 Taf. 1, in seinen Schriften zur Archäol. 1(1, 111ff. wo S. 118 ein Zusatz, Gerhard Apul. Vasenb. Taf D, 2 S. 32f. 37. (Eine untere Beihe, bey Creuzer Taf. 7, stellt den Dio-nysos dar, umgeben von Bacchischer Musik, Tänzen und Cäre-monien, vierzehn weibliche Figuren, dazu Silen als Flötbläser ls ).Sehr verschieden ist die Zeichnung von der vorhergehenden Vase,weniger zierlich, vollkommen und ausdrucksvoll, mehr Fabrik-massig: dagegen giebt die eigenthümliche Anlage und der Beich-thum der ErGndung dieser Composition, deren Urheber hoch überdiese Nachbildung zu stellen ist, den Vorzug vor allen andern. DieNamen sind allen Figuren beygeschrieben ausser dem Eros undHimeros und einer andern Figur, die sich auch errathen lässt.AIexandro8 sitzt im Mittelpunkte des Ganzen, Athenaa und Hera stehn zu seiner Bechten, Hermes und Aphrodite sind zur Linken,letztere stehend. Paris ist reich gekleidet und mit der Tiara oderMitra geschmückt, doch hält er in der Linken einen Hirtenstab,der oben künstlich zugeschnitten ist (nicht einen Apfel in derBechten, was ein Irrthum der ersten Zeichnung ist) und seinHund liegt zu seinen Füssen . Die beyden Eroten sind zwar inThätigkeit, wie es sich für sie schickt, der eine mit Paris spre-chend, der andre mit dem Cestus der Aphrodite spielend, aberder Sieg ist schon ausgesprochen: dieser bestimmte Moment isthier dargestellt, und der Gest welchen Paris mit der rechten Handmacht, soll eben das grosse Wort anzeigen das er ausgesprochenhat 17 ). Nike, diess ist die Figur ohne Inschrift, lässt aus der Höheeinen Kranz gerade auf das Haupt der Aphrodite herabfallen, sowie N. 97 ein Genius mit dem Kranz über ihr schwebend ihrenSieg ausdrückt. Nike selbst erscheint auch N. 61.79. 80 mit ihren

16) Hall. L. Z. Int. Bl. 1837 N. 4.

17) Ganz anders deutet Creuzer S. 35 f. 39 f. Geberde undHandlung des Hermes, der Pallas, des Paris , als ich sie nach demgegebenen Ausdruck der Figuren auffassen kann. Diess vornehm-lich daher, dass er den Moment, in welchem das Ganze genom-men ist, anders gedacht hat. Der verrufene Apfel, welchen dererste Zeichner einschwärzt, hat sich hier, wo die Zeichnung freydavon ist, in die Erklärung eingeschlichen, indem Paris so ebenden Apfel von Mercur empfangen haben soll. Die Vasenmalerwissen überhaupt nichts von ihm, ausser vielleicht der von N. 57.

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