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61. Einhenkliges Gefäss des Hr. Pacileo in Neapel, aus Basi-licata , jetzt im Besitz des Hr. Temple, bey Gargiulo Uaccolta tay.116, Gerhard Ant. Bildw. Taf. 43. [Taf. B, 3j. Hermes steht un-terhandelnd vor Paris , welcher als Jäger, in Pbrygischem Kleidund mit einer Tiare sitzt. Zwischen ihnen, aber im Hintergründezu denken (wie N. 68), sitzt Hera auf hohem Thron. Der Kukukauf dem Scepter und ein Theil ihres Hauptschmucks, ähnlich demN. 46, sind erhalten, indem aus der Mitte der Figur ein grossesStück ausgebrochen ist, so dass an der Bedeutung der Figur nichtzu zweifeln und in die linke Hand ihr der Granatapfel zu gebenseyn möchte 28 ). Auf einiger massen ähnliche Art ist übrigensHere durch einen hohen Felsensitz und durch die Symmetrie,worin sie mit Paris gestellt ist, ausgezeichnet N. 58 und thronend,als die Götterkönigin, erscheint sie auch als die dritte in derBeihe N. 51 , so wie in späteren Werken häufig (N. 79. 82. 83.84. 96. 99). Athene und Aphrodite , jene durch ihre rolle Rüs-tung, diese durch den Spiegel und die Geberden bezeichnet, sindhalb über dem Paris und dem Hermes angebracht, wie zurück-stehend Tor der Himmelsbeherrscherin, und in dieser Linie kommtals dritte Figur Nike mit dem Palmzweig hinzu; ein Sieg stehtberor. Aber ihrer Stellung nach drückt sie nicht aus, wem erbestimmt sey; die Scene ist im Anfang, nicht nahe gerückt derEntscheidung. (Rr. zwey gleichgültige Figuren).
62. Krater im Vatican , ehmals Jenkins, welchen Visconti Mus.
dargestellt, mit einem Speer statt Scepters — und mit einem mitBlumen und Wellen, hauptsächlich aber mit Sternen geschmück-ten Gewände. Dieser Sternenschmuck der hier und in der Vol-center Vase (bey uns N. 58) ausser ihr nur dem Paris gegeben ist,kann um so weniger bedeutungslos seyn, als sich, wie an derAegis der Athene , zugleich die Andeutung von Sonne und Mond-sichel dabey findet.“ Das Letztere wolle man prüfen ; dass Paris mit demselben glänzenden Stoff angethan ist, scheint die kosmi-sche Bedeutung, gerade umgekehrt, nicht zu unterstützen. Jabnbebarrt auf seiner Erklärung Arch. Beitr. S. 336 f.
28) Diesen giebt auch die Zeichnung bey Gargiulo (die beyGerhard eine Patera), und man sieht nicht, wie Ilr. Gargiulo, daer in dem handschriftlich beygegebenen Verzeichnisse die FigurCybele unter verschiedenen Göttern nennt, auf den gerade nurder Hera passenden Granatapfel verfallen seyn kann. Sollte daseingesetzte Stüch doch alt und ächt seyn? Gerhard nennt die Fi-gur Libera. Richtig erklärt Müller Handbuch §. 378, 4. GerhardS. 289 des Texts und Apul. Vasen S. 20 Not. 7 Müller Hdb 1S. 557 „ohne meine auch von Creuzer Gail. 96, 83 verworfneAnsicht zu ändern.“