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5 (1864) Statuen, Basreliefe und Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Urtheil des Paris .

der Köd. Sammlung in Berlin , aus der Kollerschen, in den Ver-zeichnissen N. 1018, edirt in Gerhards Apulischen Vasenbildern desR. M us. Taf. 11. ln der Mitte Hermes, der dem Paris die An-träge macht; zwischen ihnen ist ein Apfelbaum wie Taf. 6 zwi-schen Penthesilea und einer andern Figur, vgl. N. 52. Paris istin zierlichem Asiatischen Anzug mit der Tiara (was hier ganzunpassend ist), zur Linken Athene und Hera , jene sitzend in vollerRüstung, diese stehend mit hoher Haube oder Aufsatz und demScepter, rechts Aphrodite , sitzend, mit Sonnenschirm und Oel-fläschchen, von Eros begleitet. An den Enden sind zwey unbe-kannte allegorische Dämonen zugesetzt, hinter Aphrodite ein Jüng-ling mit einem Diptychon, wie es scheint, und einer Aehre miteinem grossen Blatt, und auf der andern Seite eine Göttin mitgrossen Flügeln, kurzem Unterkleid und 8inem Alabastron. (Da-rüber Herakles und Hesione. Rv. Festgebräuche).

64. Hydria (dreykenkelig) das. N. 1011 und Taf. 12. Diedrey Göttinnen sitzen und zwischen ihnen sind Hermes und Paris stehend, so dass dieser Reihefolge und Symmetrie, die Darstel-lung des Acts selbst ganz aufgeopfert ist: allein auf die Figurennicht auf den Sinn ist es abgesehen, nichts ist charakteristisch,nichts genau. Hermes steht mit übergeschlagnen Beinen auf denHeroldstab gestützt, Paris ist von ihm abgewandt und dreht denKopf gegen Here um. Diese hat eine hohe Stirnkrone auf mitdem Peplos darüber, Scepter und einen Kranz in den Händen.Aphrodite hält eine Fruchtschaale, Fächer und Myrte neben ihr,Eros in kleiner Figur über ihr schwebend, Athene in der Panop-lie. Als Andeutung der Scene , eines Gartens ist auch hier, wieöfters, ein Apfelbaum. (Darunter in längerer Reihe eiu Todten-opfer um ein Heroon in zehn Figuren und ähnliche fünf Figurenauch auf der Rückseite des Parisuriheils). Mehr über diese Vases. A. Denkm. 3, 331 ff.

65. Hydria das. N. 1020 und Taf. 13. Paris sitzt in der Mitte,auch hier zierlich in Asiatischem Putz mit Jagdspiessen, dieandren zier Figuren stehn, vor ihm rechts Hermes, ihm zuspre-chend, dann Here, mit einer nur mit vier Zacken versehenen Stirn-krone , den Peplos mit der Rechten zierlich auf die Seite ziehend;auf der andern Seite Aphrodite, von Eros mit Tänia und Kranzgeschmückt, auf einen Pfeiler gelehnt, und Athene , ohne Rüstungnur durch einen mit der Siegstänia umbundnen Palmzweig (heisstsie doch auch Nike). Die Göttinnen sind in ruhiger Stellung desUrtheils gewärtig. Unten ist des Paris grosser Hund.