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Zurüstung der GöttioneD zum Kampf. Dass beyde Scenen aufdemselben Plan und unter einander gemischt vorgestellt sind, zeigtwie weit das idealische Princip in der Composition reichte. Einenähnlichen Fall sahen wir N. 61, während in dem Römischen Ge-mälde N. 69 der wirkliche Raum berücksichtigt ist. Im Paris isthier so wie öfter der Hellenische Geschmack über das AsiatischeCostüm Herr geworden : er ist nackt mit kleiner Chlamys, nur diePhrygische Tiare, und diese mit einem Greif verziert, und diezierliche Umschnürung der Beine sind zugelassen, um neben.demJagdspiess und dem grossen Hund die Person zu bezeichnen.Dass Hermes den Heroldstab umgekehrt gegen den Paris hinrich-tet, scheint eine Geberde, die einen Befehl oder Auftrag begleitet.Vorzüglich schön sind die weiten und reichen Gewänder der Göt-tinnen behandelt. Diese sind in den Vorbereitungen zu dem Kampf-spiel der xakhcriia deutlicher und ausführlicher begriffen als diesssonst irgendwo dargestellt ist. Wie sehr bey dieser Angelegen-heit der Dichter der Kypria i ns Einzelne ging, ist oben an demBeyspiele, das die erhaltnen Verse in Bezug auf die Kypris gebennachgewiesen worden. Euripides lässt nur alle drey Göttinnenaus den Bergquellen die glänzenden Leiber sich baden als sie indie waldige Trift angelangt sind 32 ). Nach der Zeichnung sind siebey der stattlichen Wohnung des Alexanders angelangt wie N. 52>das zeigt der Brunnen mit Jonischen Säulen, woran aus zweyLöwenrachen (nicht Gorgonen) das Wasser in das in der Mitteangebrachte flache Becken sich ergiesst. Die heyden andern Göt-tinnen haben das Bad schon abgethan, und sind mit ihrem Anzugbeschäftigt, während Pallas, der diess nicht anstehn würde, denSprudel mit vollen Händen nach ihrem Gesicht führt. Sie hat dieArme entblösst und den schweren Helm abgelegt, zu welchem derSchild und die ungeheure, an dem Brunnen gelehnte Lanze imVerhältniss sind. Sie als sich badende darzustellen lag auch nab,da sie-nach den Volksglauben die mächttgen Arme sich wuschwenn sie aus den Schlachten zurückkam 3S ). Hier indessen ist dieAbsicht nicht bloss den Staub und Schweiss des Weges abzu-waschen, sondern zu gefallen, da auch Here sich nach dem Spie-gel, der sonst der Aphrodite eigen ist, das Haar zu ordnen be-
32) In der Iphigenia in Aulis und Androm. 284— 86. Helen.676. Darauf bezieht sich die Inschrift des Damocharis auf einBad Anthol. Pal. IX, 633 (Brunck. Anal. III p. 70 n. 3). EinEpigramm auf einen Brunnen ist auch im Corp. Insc. lil n. 4535.
33) Callim. Lav. Pall. 5.