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ne«i und siebenhmdert tausend Thaler erspartesGeld (*).
Ein Professor kann zwar den Verrath einerSchatzkammer nicht so gut berechnen als ein Ko.nig, der selbst Besitzer des Schatzes ist; oder auchnur als derjenige der die Schlüssel zur Schatzkam-mer hat, und die dazu erforderlichen Rechnungensah. Aber dessen ungeachtet darf man doch un-gefehr behaupten, der Herr Professor Fischer inHalle habe Recht, und die nachgelassenen WerkeKönig Friedrichs des Zweiten haben Unrecht.
Es ist unglaublich daß König Friedrich derZweite mit seiner eigenen Hand geschrieben habe:sein Vater habe nicht mehr hinterlassen als achtMillionen und siebenhunderttausendLhaler. Derscharfsinnige Dcnina berühret diesen Punkt in sei-nem schönen Werke über Friedrich (**); aber er istzu klug um nicht zu glauben, was wir nun einmalglauben müssen, wenn wir wollen. Mir sagte einSkaatsminister Friedrichs des Grossen lächelnd:diese acht Millionen setzen ein Fehler des Abschrei-bers , oder ein Druckfehler; denn die Unrichtig,keit der Summe sey klar und offenbar.
Von grosser Erheblichkeit schienen mir dieZwei-fel dieses Staatsministers. Gewiß sind sie es auch
für
(*) Oeuvres xotilnimer krc'äerlc II. I'oin. l.xuA. 26.
(**) ksssi lur >2 vis er I, reZue tie krööeric tl. Ler^tin 1788- k->L. ji.