Du Val Pyreau war längst wegen seiner ketze-rischen Schriften, bey dem römischen Hofe verhasst.Er benahm sich auch bey dem Pabste mit solcherIlnbescheidenheit, daß er ihm äusserst mißfallenmusste, und daß der Pabst dem Könige die triftig-sten Vorstellungen machte, nicht gegen die Errich-tung eines Bischthums zu Xanten, sondern gegendiesen ihm unausstehlichen Bischof. Den Königfrappirten die Klagen gegen du Val Pyreau; undalles blieb liegen.
Gewiß nicht unerheblich waren die Ursachendes Königs, bey dieser gesuchten und nachher wie-der unterlassenen Einrichtung. Bey vielen Vor-fallen muß es einem protestantischen Landesherr^höchst unangenehm seyn, Hunderttausende vonkatholischen Unterthanen unter der geistlichen Ge-richtsbarkeit verschiedener ausländischer Bischöfezu haben. Ganz besonders mißfiel auch demKönige der Gewissenszwang des österreichischenBischofs zu Rüremonde über die Einwohner desganzen preussischen Gelderns: denn Geldern istfast durchaus katholisch, so wie ein Theil desClevischen. Es ist daher gar nicht unmöglich,daß noch einmal an die Errichtung eines katho-lischen Bischthums in diesen Gegenden wieder ge-dacht werden könnte, zumal da jetzt der Pabsteinen Geschäftsführer in Berlin hat, und der Kö-nig von Preüssen einen in Rom.
Ein eifriger, andächtiger und dummer GrafMoncada, kam nach dem siebenjährigen Kriege vonN z Wien