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Fragmente über Friedrich den Grossen zur Geschichte seines Lebens, seiner Regierung, und seines Charakters / von dem Ritter von Zimmermann
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Staatswirthfchaft erschallen ; daß ein König inPreussen nothwendig die Verbesserung u»d Unter.Haltung der Fabriken , welche Millionen Händebeschäftigen, allem übrigen aufopfern, folglich im-mer mehr für die Industrie als für den Handel sor-gen muß, weil er keine andere Absicht haben kann,als das gröste Glückauf die grosse Anzahl der Ein-wohner seiner Länder zu verbreiten. Also müssenallerhöchstens vierzig bis fünfzig tausend Kaufleutevon allen Classtn, nicht glauben : die Wohlfartdrr ganzen preussischen Monarchie hänge bloß dar-an, daß ste in Freuden leben; daß ihnen erlaubtsey, ausländische Tücher, seidene, wollene, bauM<wollene und andere Fabrikwaaren, frey ins Landzu bringen, wenn auch dabey die Fabriken zuGrunde gierigen, wovon doch im Preussischen überzwey Millionen Menschen leben.

Friedrich der Grosse wollte also mit dem grösser»Recht, nicht was die Kaufleüte wollten. Er ließsie so laut reden als ihnen beliebte, und kehrte sichdaran nicht: im Bewußtseyn der Weisheit seinerMaaßregeln, die dann immer durch das viele un-ermeßliche Gute, das er that, den blinden unver-nünftigen Tadel beschämten. Ganz richtete sichFried, ich nach England, und nach Colberts Sy-stem. Aber so gründlich und tief er auch hierüberdachte, so väcerlich, so zärtlich und aufrichtig erauch hierinn für dieweil grössere Zahl seiner Unter-thanen sv' gte» so allgemein und dauerhaft ist undblechet doch gegen ihn nicht nur etwa das Geschrey

der