Band 
Zweyte Hälfte.
Seite
64
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64 Sechstes Käpitek.

Hierauf, nach einem Gebete an die Gott»heit, diese religiöse und patriotische Handlungzu segnen, schwor jeder Gesandte im Name«seiner respekliven Obern:alle Bündnisseund Vereine stets fest und unverbrüchlich zuhalten, so wie sich gegenseitig in ihrenBündnissen und ihrer Verfassung immer zuhandhaben und zu beschützen.«

Diese heilige Weihe, die die Schweiz in die schönen Tage ihrer Geschichte zurück/führte, schien die Märtyrer ihrer Freyheitaus ihren Gräbern zu rufen, und erhob aufeinen Augenblick alle Gemüther; aber baldverlor sich die Versammlung wieder in Unge-wißheit über die Begebenheiten, in Furchtüber ihren Ausgang, und zeigte nichts alsErschütterung; die Feyerlichkeit des Eidesblieb bloße Feyerlichkeit, jeder Canton ver-schob von Tage zu Tage die Ausführung die-ses großen Gelübdes.

Während dieser unabschlichen Ueberle-gungen verbreitere die Französische Gesandt-schaft fluthenweise brennbare Materie. Vorseiner Abreise nach Paris trug Gch«, den man

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