Band 
Zweyte Hälfte.
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Sechstes Kapitel.

und unter andern zwey Personen arretikt hak-te, die überführt waren, daß sie ihr Dorfvom Militair-Dienst hatten abwendig ma-chen wollen, forderte LNengaud die Loslas-sung dieser Gefangnen. »Ich weiß nicht,schrieb er unterm r. Januar an den StandBern , welcher Vergehung Sie sie für schul-dig halten; bis jetzt aber höre ich, nach demallgemeinen Ruf, daß ihr ganzes Verbrechenin ihren Meinungen besteht, und daß ihrefreundschaftliche Gesinnungen gegen die fran-zLsische Republik ihre strafbare Handlungausmachen. Ich kann nicht gleichgültigerZuschauer eines die französische Regierungso beleidigenden Betragens bleiben. DieseRegierung ist's, die Sie zu verfolgen schei-nen ; diese Regierung, welche Sie in denenkränken, die sich als ihre Freunde anzukündi-gen wagen, und sie ists, die ich in den Per-sonen der letztem zu schützen suchen muß, in-dem ich Sie geradezu für ihr Leben und ihreSicherheit verantwortlich mache *)."

So konnte ein unabhängiger Staat nichteinmal mehr Polizey und Gerechtigkeit bey

*) Brief Mengaud's vom iz. Nivose.