Buch 
3 (1821) Die Geschichten der Gemeinden Aegeri, Menzingen u. Baar / von Fr. Karl Stadlin
Entstehung
Seite
223
JPEG-Download
 

auf dein Platz zu Zug die Landesgemeinde sich ve»sammeln soll.

Die Zeitgeschichte führte neuen Streit herbey. Wer 1447 .soll im armen Hirtenlande die Kosten des Zürchcrkrie-ges 54), des Zuges nach Konstanz zahlen wie sollder Schaden des von den Zürichern niedergebrannte»Blickenstorfs getragen werden? An einer LandcSgc-nieinde wurde unter andern auch eine Steuer aufKulten gelegt. Die Stadt, welche auf den Höfen zuAcgeri und Menzingen 55) viele Gülten hatte, fanddie Steuer unbillig, weil sie zn hoch war. Schieds-richterlich wird erkennt, daß die Stadt von der ander Landeögemeindc erwehrten Steuer die Hälfte ab al-len Gülten, welche in den Gemeinden Aegeri und Men.ringen stehen, geben soll, und zwar zu Handen dieserGemeinden. Gülten, die für Steuer und Bräuche ge-währt sind, und solche die den Kirchen, dem Spital,und der Armenspend zu Zug gehören, seyen davon aus-genommen 56). Auch dürfe diese Gültensteuer nur in

L4) In welchem unser Vaterland unqebeuren Schaden em-pfangen, weil er dicht an unsern Gränzen gefübrt wurde,LL) Baar ist nicht genannt. Diese Gemeinde war also da-zumal gegen die Stadt nicht verschuldet.

) Diese Gülten wurden erst in einer Erläuterung des vori-gen Spruchs (i44s) ausgenommen-