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2 (1819) Die Geschichten der Gemeinden Chaam, Risch, Steinhausen u. Walchwyl / von Fr. Karl Stadlin
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211
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So gieng es bis 1497, in welchem Jahr die Walch.wylcr vor Stadtrath kommen/ und alsarme Lütte/sodann eine lange Zitt mit Mängerley Unruwen desWetters / der Kälty, ouch Verre (Entfernung) halb«bitten, daß ergenädenklich vergönne/ die Sakramen-ten in irer Kilche durch iren Kaplan/ so von einemAmman und Ratte darzuo verordnet und geben wirkt«austheilen zu lassen, auch daß sie einen Friedhof an-legen dürfen. Die Stadt/ in ihrer eigenen Nothnoch unlängst der Treue/ und des standhaften Muthesihrer Angehörigen Zeugin 26 ), bewilligte das Ansu-chen/ nachdem sie sich von der Möglichkeit überzeugtund versichert hatte/ daß für den Unterhalt desKaplanS hinlänglich gesorgt sehe 26)/ und setzte Be-dingungen 27). Dabey steht die Herrscherstadt nicht

2L) Als die alte Stadt unterging, und in der Riesen-schlacht gegen die Armagnaken, an welcher laut Jahr-zeitbuch zu Art viele Walchwyler fielen.

26) Die Walchwyler mußten dem Kaplan, zu seinem Ge-brauche, eine gewisse Zahl Kastanienbäume auszeich-nen und anweisen; ihm genug gespaltenes Holz zu-führen; jährlich 20 Stein (§o Pfund) Anken, undalle Frohnfaften 2 L Gl. an Geld geben, »sonst werdeman die Hand abziehen."

27) Daß die Walchwyler das Öfter - und andere großeFeste (über mehrere dispensirte der Bischof 1646 laut