Vogteyen.
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Das XXI. Capitel.Die Vogtey Bechburg.
oder dem Thal durch die enge155 Cluß herauß in die ebne deß Buchs-uro Jelanget/ fangt die Vogtey Bech-b Jan/ eine der beſten vnder allen/ ver-0 ble ſich in das ober vnd vnder Ampt/1 das mitler der Vogtey Falcken-Kaus haͤugig/ iſt wie die vorigen durchvate an Solothurn gewachſen/ fuͤrwarein halb jrꝛdiſch Paradeyß.Hard ſterbalb der Cluß ligt zur lincken10. d am Vorgebuͤrg das Schloß newwdeiburg darinn hat der Vogt ſein Sitz/oon daran ligt das Dorff Oenſingen/9 du weitem wegen der ſchoͤn gemaurten3 ern/ das anſchen ciner zimblichenihn,: Zu Wolffweil iſt ein be-wen: s Wallfahrt zu vnſer lieben Fra-ö aeg Zu Hegendorff im vndern AmptN abe Edelmanns Sitz gehabt/ ſo diſerfar kaengen, zu Wangen muten in derden 0 irchen iſt ein tieffe Grub in der Er-bahn o man St. Gallen Grab nambſet/dor/ ragt man die krancke ſchwache auß-
Hs bald man von Falckenſtein/
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ö wdobe Kinder legt ſie in daſſelb Grab/ert feret etwas auff den Altar/ ſo baldTodt ſich die Schwachheiteneweders zumbel/ oder zur Geſundheit/ diß iſt kin Fa-
. achba er in dem gantzen Land vndNacpearſchafft bekannt. Auff embſigesten tofragen, hab ich gleichwol nit erfah-men/ woher diſe Grub den NamenGallen Graberhalten/ es muß dann
ſeyn/ daß vor Zeiten diſer H. Mann vmbdiſe Gegent gewohnet habe.
Nach dem die Herzen von Bechburgjhr altes Stammhauß verlaſſen/ von demin Beſchreibung der Vogtey Falckenſteinmeldung geſchicht/ vnd an dem Paß deßobern Hawenſteins zwiſchen Balſtal vndLangenbruck gelegen iſt/ haben ſie wegenbeſſerer Kombligkeit ſo wol der Woh-nung/ als guten geſunden Luffts vnddeß uͤberauß ſchoͤnen Proſpeets halb dasSchloß new Bechburg erbawet/ welchesannoch in gutem Weſen/ nit allein erhal-ten/ ſondern von Zeit zu Zeit mit Gebaͤ-wen von denen allda reſidierenden Voͤg-ten geziert vnd herꝛlicher gemacht wird/wieder Augenſchein mitbringt.
Die Herꝛſchafft iſt/ wie anderſtwoauch vermeldet/ jetziger Zeit in das obervnd nider Ampt abgetheylt/ ein trefflichgut Frucht Land/ mit einem ſolchen Wie-ſen oder Hewwachs/ daß diſe Gegent vonetlichen der Pfaltz verglichen wird/ wie wolder Raͤbbaw allhie abgehet/ koͤndte derſelbmit geringer Muͤhe vnd groſſem Nutzleichtlich auffgebracht werden.
Die Herꝛen von Bechburg ſeynd vr-alten vnd loͤblichen Herkommens/ auchMitſtiffter vnd Gutthaͤter vnderſchidli-cher Gottshaͤuſern geweſen.
Die Zeit⸗Taffel gibt Anzeig einesadenlichen Geſchlechts von gleichem Na-men/ der Edeln von Bechburg.
Doͤrf-