Eyegneß den Frankofen dismaht mit gutem Gewissen dienen/oder in seinem Dienst feelig sterben tonne.
Zum Dritten:
Daß es hohe Zeit jen sich rechtschaffen zusammen zu halten/mit der alten Redlichkeit einen dapffern Helden Muth anzuziehen/ und den Gemeinen dem Eigen- Nußen vorzusetzen/ daß maneiner Seits sich durch süsse Versprechungen und Sincerationen nichteinschläffen/ und betriegen/ ander Seits durch Dröhen und Pochen nicht erschrecken lasse/ sondern sich furtz erkläre/ wie man dietheur- erivorbene Freyheit haben und erhalten wolle.
B
1.
Leich wie deß Liechts Widerspihl die Finsternus ist/ unddeß Lebens der Tod/ also kan der Freyheit nichts mehrzuwider seyn als die Gefängnus. Wann nun ein Standund Land solcher massen eingethan wird/ daß man rings umbhermit einer frembden Herzschafft Vestungen und Passen umbschlosssen ist/ so wird man der Freyheit nicht länger geniessen können/als so lang es der frembden Herzschafft gefallt/ und wäre solcheseigentlich zu reden keine Freyheit mehr/ eben so wenig als das Geswild in einem Wald frey heissen kan/ welches von allen Seitenher mit Jagt Garnen eingethan/ ob es schon in dem engen Bezirck annoch umbher lauffen mag/ fo lang es den Jägern beliebt/bis sie es bald gar fahen/ niderstechen/ oder in engere Verwahsrung einsperren. Nun ist unlaugbar und es ligt der ganzenWelt für Augen/ wie der dißmahlige König in Franckreich/ Lud-wig der Vierzehende/ sich durch seine Statisten/ welche deß heilslosen Machiavelli gottlosen Lehr Edßen folgen/ so sehr einnemmen lassen/ daß er durch offentlichen Gewalt/ und durch heimliche Liste/ ungeachtet aller Bündnussen/ endlichen Gelübden/ Kd-niglicher Parole und Versprechung/ nur allein darnach trachtet/daß er alle benachbarte Fürstenthum/ Herrschafften/ und sonderlich die Respublicas oder freyen Stände bezwingen/ undertrucken/und sich zum Monarchen von Europa machen möge/ es seye rechtoder unrecht/ es seye GOTT lieb oder laid. Wer dißläugnen
Dorfs