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Treu-gemeinter eydgnösischer Aufwecker, oder, wahrhaffte Erzehlung und Betrachtung der Gefahr, mit welcher dissmahl die eydgnossische Republic umbgeben, sambt Anweisung der Mittel, dardurch sie sich herauss wicklen und errettten kan ... / durch Ernst Warnmund von Freyenthal [Pseud. für Johannes Grob]
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Batferlands nicht gering achten/ sondern sich je länger je mehr derEinigkeit/ Redlichkeit/ Wachtsamkeit/ Dapfferkeit/ und Erhaltung guter alter Sitten und Gebrauchen befleissen/ und bester massfen meiden/ was denselben zuviderist.

Die Einigkeit ist der Schild/ so uns/ nächstGOTT/ wider alleFeinde unsers Batterlands bedecket/ den sollen wir immer vesterhalten/ und die Ungleichheit der Religion uns daran nicht hinsdern lassen: Man fihet ja wohl/ daß es den Feinden nit um die Resligion/ sondern um die Negfer Sucht zu thun ist/ und wan die SolDatenin ein Land komen/ so fragen sie nicht: Was glaubst du? sont-dern was hast du? Man hat allererst erfahren/ wie die Soldaten/die Catholisch heiffen roollen/ so barbarisch mit geistlichen WeibsPersohnen in unserer Nachbarschafftumögegangen/ und daß siedie Brandschazung so wol von den Catholischen als Protestiesrenden heraus pressen. Ich habe einstens an einem hohen Ort hdren sagen/ wann der Franzos werde wollen die Eyognoßschafftuver sein Joch bringen/ so werde er eine Prætenfion an etlicheGliber derfelben machen/ daß es einem Religions: Krieg gleichfehe/ Damit Die einten stille sigen/ bis er mit den andern fertig/ under dieselben hernach auch bezivingen könne. Zertheile/ so wirstduh raschen. Defi vegen sollen wir uns vor Zertrennung wohlhüren/ welche uns unseen Feinden wurde zum Raub machen; gleichwie im Gegentheil uns die steiffe Einigkeit unüberwinbuch/ ja vilemehr zu einem Bolck machet/ welches niemand darfangreiffen.

Die Reblichkeit ist mit der Gerechtigkeit ganz nahe verbunden/ und ist gegen die Frembden/ auch gegen uns selbsten untereinander zuverstehen: Gegen die Frembden/ daß wir die Bündnussen und Erb- Vereinigungen/ die wir mit frembden Potentatenhaben/ heiliglich/ getreulich und vest halten/ auch nicht zugeben/daß dieselben weder in noch ausser demSchweitzerland violiert undgebrochen werden: Es wäre dann Sache/ sie wurden erstlich vondem andern Theil gefährlicher Weise gefrändt. Gegen uns selbfren/ daß wir das Batterland rechtgschaffen lieben/ und immerdar den gemeinen Nußen dem Eigen Nuß vorziehen. Woherkomts/ daß sich/ laider nicht wenig Französisch- Gesinnte noch

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