Band 
Zweiter Band.
Seite
42
JPEG-Download
 

licht Division gerietst in Schrecken und zog sich noch in der-selben Nacht über Roza auf Domauice, wo sie des Morgensvon der Vorhut Prondzynski's mit Macht angegriffen wurde;dieser war von Wodynie geraden Wegs auf jene Stellunggeeilt und hatte eine Brücke vor dem Dorfe weggenommen.Die Polen konnten in diesem Augenblick nur über vier Es-kadronen des zweiten Lancierregimcnts und zwei Stückeleichter Artillerie verfügen, aber die Anordnungen des Ge-nerals Ricki, Kommandanten der Vorhut, die Tapferkeitund Kühnheit des Oberst Mycielski triumphirten rasch überden ihnen entgegengesetzten Widerstand: die Russen wurdendurchbrochen und in der Richtung »ach Siedlce zurückge-worfen.

Skrzhnecki und Prondzynski standen jetzt beide auf unge-fähr zwei Meilen bei dem Engpaß von Jzanie; man schmei-chelte sich, hier den Feind in die Enge zu treiben; undhätten die beiden Korps übereinstimmend operirt, wäre ihrMarsch gut kombinirt gewesen: so wäre das Korps von Ro-sen ohne Zweifel vernichtet worden.

Aber wer kann im Kriege die Erfolge mit Sicherheit vor-aussehen? wer kann die Hindernisse berechnen, welche bis-weilen dazwischen kommen, und die besten Angriffsplanc ver-eiteln ?

Der Feind hatte nur eine schwache Macht längs des Koslr-zvn aufgestellt; weit von da befand er sich in stufenförmigerStellung, nur einige Korps leichter Truppen waren aufdem kleinen Ufer am Kvstrznn. Prondzynski, der von Do-manice im Schncllmarsch auf Jganie eilte, und in seinemRücken zu operiren meinte, stieß jetzt nur auf seinen linkenFlügel, während Strzynecki seinen rechten bei Bohimieanfiel.

Prondzynski's Bewegung war blitzschnell: dieser Generalkam vor Jgonie gegen 1 Ustr Nachmittags an. Mehr alsdie Hälfre des russischen Heers stand diesseits des Hohlwegs;aber Skrzynecki war weit entfernt, den Angriff unterstützen