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kühner gemacht, hätten sich eingemischt; und Preußen würdesich bewogen gefunden haben, das Korps Paszkiewicz gleichdem des Gielgud zu behandeln.
Alsdann wären den Russen nur noch einige vereinzelteKorps auf dem rechten Weichselufer geblieben, die ihrerseitsebenfalls geschlagen worden wären, und bald wäre unseresiegreiches Panier an den Ufern des Dniepr und der Dwina aufgepflanzt worden. Aber nichts von alle dem ward ge«than, und bald erreichte uns die Strafe für unsere Nach«lässigkeit.
Die Nation, welche sah, daß keine den Umständen anqe-meffene Maßregel genommen wurde, verlor an Muth. DieArmee wurde unruhig, die Generale unsicher. Der Argwohn,durch einen furchtsamen Gang gerechtfertigt, mit jedem Tagsich mächtiger äußernd, vollendete ohne Verzug die allge-meine Erbitterung und das allgemeine Verderben. Man waram Rande einer Katastrophe, welcher die schwache RegierungPolens weder zuvorzukommen, noch sie aufzuhalten wußte.
Der natürliche Antrieb, der Patriotismus der Massenhielt allein noch ein durch so viele Ursachen erschüttertesGebäude. Das Nationalgesühl war so mächtig, daß es beiunsern Unfällen, als die Armee in mehrere Parteiungcn ge-theilt war, nicht ein Korps gab, daß die Große seinerSendung nicht gewürdigt hätte, das nicht von dem Gefühledurchdrungen gewesen wäre, in ihm seyen der Ruhm unddie Hoffnungen des Vaterlandes niedergelegt, und nirgendserniedrigte sich das Nationalpanier vor dem Druckdes Siegers; Alle zogen die Verbannung der Unterwerfungvor. Was kann man nicht von einem solchen Volke hoffen,wenn es einmal von einem genialen Manne geführt wird!
Den 28 . machte die Kommission ihren Bericht an denReichstag und Übermächte ihm die förmliche Versicherungdes Generalissimus, eine Schlacht zu liefern. Diese Anzeige
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