Band 
Zweiter Band.
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seit sehr langer Zeit nicht mehr anwohnte. Lelewel recht-fertigte sich, und ließ die Nothwendigkeit fühlen, der allge-meinen Stimme zu gehorchen, und die Maßregeln zu ergrei-fen, welche das Hei! des Vaterlandes forderten.

Die Mitglieder der Regierung hätten sich seldsi mittenunter die Zusammenrottungen verfügen, die Gemüther durcheinen Aufruf wieder beruhigen, und das Erkenntniß überJankowski bekannt machen lassen sollen; dann wäre die Auf-regung gestillt worden; den andern Tag hätte man sich zurAufrechthaltung der Ordnung auf einen Theil der bewassne-nctcn Macht stütze» können, welche man in die Stadt, die andiesem Abend nur durch ein Bataillon des 18. Linienregi-ments, einige schwache Abtheilungen Reiterei und die Na-tivnalgarde bewacht war, hätte einrücken lassen.

Aber die Regierung hielt es für leichter und schneller, zuder Gewalt ihre Zuflucht zu nehmen, vbschon die Gewaltnicht zu ibrer Verfügung stand; der Gouverneur und derKommandant der Nativnalgarde erhielten den Befehl, alleMaßregeln, und selbst, wenn man müßte, die Bajonnetteanzuwenden.

Als sofort die Stunde der Gefahr kam, zerstreuten sichihre Mitglieder, und der Fürst Czartorpski, ihr Präsident,suchte ein Asyl im Hauptquartier; durch eine solche Hand-lungsweise dankte die Regierung selbst ab, und überließ denStaat, für den sie hätte Gewähr leisten sollen, allen Gefah-ren und allen Zufällen.

Gegen 1» Uhr Abends zeigte sich ein Haufen von unge-fähr 100 Personen, die Mebrzahl in militärische Uniformengekleidet und aus den Verschworenen Krukowiecki's bestehend,vor dem Schloß, wo die Staatsgefangenen aufbewahrt wa-ren; das Thor war sechzig Mann von der Nativnalgardeanvertraut; sie thaten ihre Schuldigkeit und leisteten Wider-stand; einige Flintenschüsse wurden abgefeuert.

Die Nativnalgarde metzelt das Volk nieder!schreit man, und diese finstern Gerüchte, reißend schnell vcr-