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Chymischer Glücks-Hafen, oder grosse chymische Concordantz und Collection von funffzehen hundert chymischen Processen ... / von Johann Joachim Becher
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und Collection Erſter Theil. 195

Chymiſche Hochzeit C. R. die IV. Bald legten ſie ihre weiſſe Kletder wieder ab/zogen ganz ſchwartz herfuͤr/ ſo wurde der gantze Saal mit ſchwartzem Sammet bede.e auch oben auff der Buͤhn(welches alles zuvor zugerichtet geweſen /) füͤrgezogen/nachdem auch die Tiſche weggeraumet geweſen/ und ſich maͤnniglich auff die Banckerumb geſetzet/ wie auch ſchon ſchwartze Kutten angezogen/ kommet unſere Præliden-on ſo zuvor hinaus gegangen/ wieder herein/ und trug mit ſich E. ſchwartze taffeteinden/ mit welchen ſie den 6. Koͤniglichen Perſonen die Augen rerbunden/ da ſienun nichts mehr geſehen/ wurden bald von den Dienern. verdeckte Saͤrg in denaal getragen/ und nidergeſetzet/ auch ein nidriger ſchwartzer Seſſel in die mitten ge-ellet/ endlich trat in den Saal hinein ein kohlſchwartzer langer Mann/ der trug in derHand ein ſcharffes Beil ꝛc. Hieher gehoͤret/ was zuvor aus der Chymiſchen Hochzeit beyer putrefaction oder Rath Solonis von der Jungfrau und Mohren⸗Koͤnig angezogẽ iſt.

IX.Senior. Die Farb durchſcheinet die ſubtilirte Erden/ wie der Rubin durch denkingtrenden Geiſt deß Fewers/ auff ſolches ſpricht Socrates, du wirſt ſehen ein wun-erlichs Liecht der Finſternuß.95 515 1 ſpricht/ die Hitz ſo ſie wuͤrcket in einein feuchten Coͤr-per/ ſo gebuͤhret ſie am erſten eine Schwaͤrtze/ aus der Urſochen: Die Alten haben geſe-en von weiten außgehen einen Nebel/ der uͤberzog und feuchtete die gantze Erde/ undſie ſahen auch die Ungeſtuͤmmigkeit deß Meers/ und das Waſſer fließ uber das Ange.icht der Erden/ und dieſelbe faul und ſtinckend wurden in der Finſternuß/ auch ſohenſie ſincken den Koͤnig der Erden/ und hoͤrten denſelben mit begierlicher Stimme ruffen:der mich erloͤſt/ wird mit mir ewig leben/ und regieren in meiner Klar heit auff meinemKoͤnigl. Stuhl und die Nacht umbgab alle Ding/ deß andern Tags ſahen ſie uͤber denoͤnig auffgehen einen ſcheinbahren Morgenſtern/ und das Llecht deß Tags die Fin-ſternuß erleuchten.

Chymiſche Hochzeit C. R. die IV. Nun war mein Logement gegen der groſſenee gerichtet/ daß ich alſo wohl darauff gehen koͤnte/ ſo waren die Fenſter nahe bey demerg umb Mitternacht/ ſo bald es zwoͤlff Uhr ſchlug/ da erſahe ich ſchnell auf der See

ein groß Fewr/ deßwegen ich aus Forcht ſchnell das Fenſter auffmachte zu ſehen/ wasaraus werden wolte/ ſo ſahe ich nun von ferne ſieben Schiffe(ſubtilirte Erden) da⸗,er kommen/ die alle mit dichrern voll beſteckt waren/ uͤber jedem ſchwwebete zu obriſt einelamme/ die fuhr hin und wieder/ ließ ſich auch zuweilen gar hernieder/ daß ich leichterachten kont/ es můͤſten die enthauptete Geiſter ſeyn/ ſo bald num die Saͤrg in die Schiffgelegt/ wurden alle Lichter außgeleſcht/ und fuͤhrten die. Flatnmen miteinander uͤberSee/ daß alſo mehr nicht als in jedem Schifflein ein Kechtleln Wacht ware. ec.Idem die V. Wie wir nun hinein getreten/ erſahe ich das allerkoͤſtlichſt Ding/ſo jemahls die Natur erſchaffen/ denn ſolch Gewoͤlb hatte ſonſt kein ander Liecht/ dannvon etlichen uͤbergroſſen Carfunckeln ꝛc.f N B ij Ibid.