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Chymischer Glücks-Hafen, oder grosse chymische Concordantz und Collection von funffzehen hundert chymischen Processen ... / von Johann Joachim Becher
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268 Chymiſcher Concordantz

mehr geben ſie ihm/ welche doch dermahleneins als woll ſollen zn Hauſſen gezeichnetwerden. Bey mir aber wird ſolches genannt ein leichtfluͤſſig O/ ſeines geringen Fluſ-ſes halben/ und trifft mit dem Fheophraſto uͤberein/ da er in libro de Natura rerumſchretbt/ daß den Metallen durch den Grad der calcination, welche dem vorgehet/ deut-lich genug beſchreibt/ um erſten ihren geringen F bekommen und haben ſollen darnachoder darumb ſo bald man ſolch leichtfluͤſſig O/ wie gelehrt/ uͤberkommen/ ſo zerſchlageman das Glaß/ oder thue es ſonſten herauß/ wie man kan/ in ein Schachtel/ und ver-zeichne darauff Sol mortificatus, und behalt es zu der folgenden Arbeit.

Folget/ wie man auß der zuvorhergehenden mortifcation-

oder leichtfluͤſſigem O nunmehr das rechte warhafftigeO Del daß erſten Stücks præpariren ſoll und erlangen.

Die Lehr iſt nach erlangtem leichtfluͤſſtgem O nunmehr ſo leicht/ daß es nun fernerzelner Erklaͤrung beduͤrfft/ as nur dieſe Wort: nehmlich/ man nimmt nur diß leichtfluſ-ſig O/zerreibt es klein/ und gieſt etliche Theil unſers Philoſophiſchen Waſſers deß erſtenStuͤcks darzu oder daruͤber/ dann ſo bald ſolches in einem kleinen vierecketen Glaͤßleinauff einem warmen Sand etwas wentgs er waͤrmt/ und ſied dann wol v. e. a. ge-ſchwenckt oder umbgeruͤhrt wird/ faͤrbt ſich das V gar ſchoͤn roth oder braun/ und jelaͤnger es gelind m. e. a. ſied/ je hoͤher/ dunckler und roͤther es wird/ alſo daß man ſelbſt ge-

nu zu erkennen hat/ wann es die abimam, als das Oel das O genugſam in ſich extra

hirt und gezogen/ und dann iſt mit ferner Anſtedung auffzuhoͤren. Wann nun das xhoch und roth genug davon worden/ ſo lege nur einen wullenen Faden in den Haß deßGlaſes/ und diſtillire alsdann mitt Umbſeigung deſſelbigen heruͤber in ein anders ſolchesGlaͤßlein/ welches per filtrum diſtillirt heiſt/ damit alſo die Unreinigkeit Mercuri com-munis(welchen das x durchauß nicht angreifft oder ſolvirt/ ſondern allezeit zu Grundligen bleibt) im abgieſſen nicht heruͤber gehen mag/ ſondern dermaſſen huͤpſch dahindenbleibt; an ſolches Glaß aber mache hernach einen Zettel und ſchreib darauff OOel/ ſohat man dann alſobald einen ſolchen Schatz/ der uͤbermaͤſſig zubekommen/ der mit vielGeld und Gut nicht zu bezahlen/ jn mit Worten nimmer mehr zu loben/ und i ſt in War-heit gewiß/ daß die alten Philoſophi von ſolchem einigen Suck viel und groſſe Buchergeſchrieben/ und die uͤbermaͤſſige und treffliche Kunſt hoch verborgen und ſchwaͤr genen-net wird. Solches auß dem Buch Solutionis G. auch klar genugſam zu verneh-men/ weil daſelbſt cap. lo. außdrücklich dieſe Wort ſtehen: Wle ſchwaͤr es umb

die lolution ſey/ koͤnnen die bezeugen/ die es erfahren haben/ dann viel

haben zu dieſen durch ihre Ungeſchicklichkeit nicht kommen koͤnnen.

Und in emem andern Capttel ſpricht Vilanovanus: Die Auffloͤſung iſt einevollkommene Weißheit/ dann ſie muß mit allem Fleiß geſucht wer-den/ anderſt kan man ſie nicht finden; und derohalben ſaget Hermes: Der

Menſch