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Chymischer Glücks-Hafen, oder grosse chymische Concordantz und Collection von funffzehen hundert chymischen Processen ... / von Johann Joachim Becher
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und Collection Zwoͤlffter Theil. 585

führen/ muß man ſolchen backen/ zu Schlich ziehen/ hernacher entweders durch einlckmuͤhlen/ oder aber durch die Saͤllſaaſten das digne Gold auß ſeinem flüchtigenchlich herauß bringen. Dieſe flüchtige Schlich aber muͤſſen nothwendig ſigirt wer-

en/ und geſchicht alſo: Nimm dieſes fluͤchttgen Kißſchlichs roo. mehr oder weniger/och daß allzeit dieſes Gewicht verbachet werde/ lebendiger Kalch klein gebach et/ ar. Cent.on einer fixen flůſſtgen Erden/ als einem ſtren fluͤſſigen Gold. Maden/ oder ſonſt en einandere dergleichen/ welche Erden allezeit bey denen Berg. Wercken zu finden ſeynd 25.entner gute daugen auß Aſchen gemacht/ derſelben ſo viel/ as da rinnen kan lolvirt wer%. Centner/ und 4. Center gemeines Koch⸗ Salz/ wann alſo der Schlich/ deralch und die Erden wolv e. a. geweicht ſeyn/ ſo gieſſe dieſe geſchaͤrpffte Laugen daran/d euſſch wol v. e. a. und ſo das geſchehen/ ſchlage den angemachten Zeug zuſammen alt

einen Hauffen/ und verfahre damit wetters wie folgt:

Wann dieſer angemachter Zeug ein Stund oder 8. auff das wentgſt aneinandergeſtanden/ ſo ſchlaͤgt man ſolchen in den Figier⸗Ofen/ daß der Ofen gantz voll werde/Und bedecke den angemachten Zeug mit lebendigem Kalch einen guten zwerch Fingerund gibt oben her mit Kohlen ſtarck Feuer 24. Stund/ hernacher gibt man undenduch Feuer mit Holtz/ und muß unden und oben noch 5/ oder wol noch laͤnger gut

der gegeben werden/ damit die gantze Maſſa durch und durch wol gluͤen kan/ und als.ann das groſſe Schmeltz⸗Feuer au ßſtehen, man verſpuͤret auch keinen Ra uch oder Ge-anck/ dann es glũet alles fix zuſammen/ ſo zu verwundern iſt/ und iſt auch das zu obler-ren/ daß der lebendige Kalch durch dieſe ſcharpffe Laugen nicht allein mit abgeloͤſcht/

ndern vielmehr ſchaͤrpffer und feuriger wird/ dann der lebendige Kalch ohne das allekenuta ffgirt/ daß man ſo gar den lebendigen gemeinen Schweffel damit figiren kan/

80 fire flüſſige Erden aber wird darumb zugeſezt/ daß ſich der dech/ ſo der Gold⸗Kiß

mer. Fuͤrs Ander iſt ſolcher Lech reifer. Drittens ſo raubt er nicht. Vierdtenswann man dieſen Lech/ oder figirten Zeug andern guten reichen Gold Ertzen zu-ſchlaͤg /o bekompt man mehrer Gold: und Fuͤnfftens/ wann ein Gold Ertz viel Silberaltet/ und man in fixatione, wie oben vernommen/ der Laugen einen guten goͤldiſchenGod schläge/ ſo bekompt man auch mehr Gold/ dann er einen guten Theil Silber in

drranſumirt/ und diß iſt mein gemeine Manier mit den Gold Erzen zu procediren.

s iſt aber benebens auch zu wiſſen/ daß zum allererſten alle Gold⸗ und andereErtz ich pfle-gein Glaͤſern zu probiren/ und das geſchicht per ſublimationem, da kan ich ſehen/ wasund wie viel mir auffſteiget/ auch ob ſelbtge Materi Sulphuriſch/ Arſenicaliſch/ Antimo-cheuschoder Koboldiſch ſye auch welche die andere ndem Gewicht übertreſfen⸗ inglel

kanmans auch probtren mit Waſſern/ welche ſubtile Pro bationen/ und doch noth-wendig zu wiſſen ſeyn/ wie die Prob alles klar an Tag de dieſen Probẽ koͤnten aucheee zuge-

et/ darein leutfren kan/ ſo bekompt man erſtlich vielmehr Lech/ als auff die gemeine

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