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Chymischer Glücks-Hafen, oder grosse chymische Concordantz und Collection von funffzehen hundert chymischen Processen ... / von Johann Joachim Becher
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welt entdeckt und entbloͤſſet ich muß aber auch wiederumb darneben ſagen/ daß an ottes Segen

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Aaduung ihrer böſe iſt⸗ſo richtet ſich auch der Segenwahr, was der H. Auguſtinus ſchreibt: Multa Deus negat propitius, quæ alias concederet iatus.Wir haben geſehen/ wie einige die Tinctur mißbraucht/ dle ſolche nicht einmahl machen koͤn-

756 Chymiſcher ConcordantzWe e un nenA P PEN DPI X.

Ehymiſcher Roſen Garten.Guͤnſtiger Leſer.

N dem ich dich auß dieſem groſſen Irr⸗Garten ſo vicker 1oo. Proceſſen herauß laſſe/ muß lchJ dich noch zum Beſchluß in einen kleinen/ aber ſehr ſchoͤnen und wolrlechenden Blumen · und

Kgſen⸗Garten fuhren/ und bachenuferlebene beo ſehen laſſen/ welche ich np ele eneer E

auff meinen vielen Reyſen und Con erkatton nt allerhand Ariſten zuſammen gebracht/ jeder

hoch gehalten/ und ule etwas drauß problrt/ ſo licht angegangen waͤre/ und gut gethan hattekoͤnte auch/ wann es die Noth erforderte/ von ſedem Procels eine Philoſophiſche raiſon geben. Ichhabe dieſen kalciculum Proceſſuum Jederzelk ſehr hoch und geheim/ auch vor einen Schatz gehal-ten/ als ich aber letztens in Holland war/ und einmahl von Amſterdam nach dem Haag keyſete/ſperrt/ auß Antrieb eines Doctors, der nun todt iſt/ mein eygener Camerad/ meine Kuͤſte auff/nimmt das Manuſcript hexauß/ und laͤſt es den Doctor copiren der es dann wiederumb ſeinemVatter communieſrt᷑/ welches/ als ichs erfahren/ hat michs/ wle billich/ nicht allein geſchmertzet/ſondern anch zu Gedancken gebracht/ dieſes gemein zu machen/ was man mir nicht geheim laſſenwollen/ damit nicht ein ſolcher Vogel mit frembden Federn auffgezogen kommen moͤge zund basiſt die urſach der publication dieſes Koleri Chymici, welches ich in 1. Claſles gethellt/ wegenUnterſcheid der Operationen: Wuͤnſchte/ daß der Leſer ſo wol als ich darinnen erfahren waͤre/ ſowuͤrde er ſich leichtlich darein finden konnen. Zum Beſchluß iſt es nicht noͤthig/ dieſes Roſerum

f zu recommenduen/ es iſt kein Reß lers oder Schmuckens Werck⸗ſondern warhafftige Hiſto-

rien und Experimenten/ welche viel loo, gekoſtet/ geſtaltſame einige procels darunter/ die zu 10.biß 20000. Reichsth. bezahlt/ und lange Zeit laborſtt worden. Dlß iſt aber auch zu mercken/ daßunter dieſen Roſen Bee ſeyn/ weſche ſtechen/ wann ſie durch unvorſichtige Haͤnde ange-griffen werden/ dann ſch kan Procelze hierinnen anweiſen/ die etlichen gut gethan/ und etlichen

nicht gut gethan haben/ nicht auß Natur deß proceſſes, ſondern auß Unverſtand deß Laborunten,

derenkwegen eln ſeder/ welcher ſich dleſe Roſen abzubrechen gelůüſten laͤſſet/ auch Achtung gebenmag/ daß er durch die Doͤrner deß Unverſtands nicht geſtochen wird/ und dann hernach uͤber michklage/ der ihn doch treulich zuvor gewarnet. Sonſten daß ſo hohe Secreten ich gemein mache/moͤchte mir von einigen übel auffgenommen werden/ aber denen gebe ich zur Ankwort/ daß esbeſſer ſey frey gebig als neidiſch zu ſehn/ und das jenige/ wie deneca ſagt/ ſelber hinweg zu werf-fen/ was von andern kan geſtohlen werden. Ich muß geſtehen/ daß wie meine Schrifften auß wei-ſen/ zumahlen der Tripgs Hermeti keiner in dieſem seculo gelebt/ der die Chymie ſo

ſey alles gelegen. Viel wiſſen nichts/ und woſten gerne etwas arbeiten: manche wiſſen viel/ undhaben keine Gelegenhelt noch Mittel zu arbeiten/ etliche wiſſen etwas/ und arbeiten auch etwas/baben aber keinen Succeſß goch Segen Gottes/ welchef ſich richtet nach der Monſchen intention,und nicht nach der Natur F dann dieſe iſt allzeit gut/ wann aber der Menſchen intention inbikes darnach. Zu deme iſt auch offters

nen/ ſondern nur calualiter gefunden haben/ wie deß Seylers Hiſtori zu ende auß welſet: 125wuͤr