52Chamaui,ein SuenischVolck.Camani.ein WendischVolck.Von denChuritanis,Gedichte Für-sten, so dieStedte inMeyfen sollengebawet ha=
Weisznische LandtChronica.neben den Angriuarijs in der Tencterorum vnd Bructerorum Lande sich gesetzt haben,(Wiewol in diesem Autore etliche Chamaui lesen vnd nicht Camanni) vnd welchevieleicht des Plinij Chemie sein mit den Wendischen Camanis vermischet, Derwegensie Brotuff von ihnen vnterscheidet.DEnn wiewol ich von diesen Wenden sonst nichts gelesen/ lasrichs doch in seinen wirden/ und ist vieleicht ein Volck gewesen, welches eben so wolvon den Steinen in Wendischer sprach ernennet worden/ dazu denn der StadtKemnitz Namen/ wie gesagt/ stimmen möchte.De Curitanos oder Churos betreffend/ stelle ich erstlich die meinungvon dem Fürsten Cauro, so die Schlössersol erbawet haben, vnter die andernFabeln von Libonotho, Ilua, Zitone, Cigno, Turgeberto,&c. Darneben er-scheinet aus Brotusio, das er sie zwischen die Wasser Mulda, Wirre vnd Sprotteetzt von Froburg an hinauff bis gen Zwickaw/ vnd also neben die Camannos.sein nu etliche, welche die Chauros oder Choranos,(denn auff so mancherley weisewerden sie geschrieben) von den Captis, so wir zuuor aus dem stella referirt/ Her-ziehen. Sein auch andere welche schreiben, es werde der Churitanorum zu viel El-Weiltern zeiten, als die Wenden in diesen Landen haben sein können, gedacht.mir aber beide von den Cauptis vnd Ihren Nachkommen nichts bewust/ auch von denChuritanis in den alten Historien der Deudschen nichts fürkommen, las ichs in sei-nen wirden/ vnd sol folgens in einem andern Titel mehr von etlichen WendischenVölckern/ so in Meysen gewohnet/ geschrieben werden.MAn aber allhie nicht vnterlassen/ vnsere Neyszner zu Warnen/A das sie angezogne vnd dergleichen etliche Schriefften mit einem fleißigen/dicio lesen/ dieweil aus denselben offenbar, das ihre Autores grosse vnrichtigkeit vnd irrthumb in Meißnischen Historien entweder von newen eingeführet/ oderNeben dem sie auch in den deriuati-zum theil des Stellae vnd Garzonis bestettiget.onibus gentium, den alten Münchsfabeln folgen/ vnd durchaus sonsten viel durcheinander werffen vnd mischen/ das man nicht weis ob es gehawen oder gestochen ist,Vnd zwar so hat sich für der zeit der Hochgelarte Herr Georgius Igricola/ als vonetlichen Chur vnd Fürsten zu Sachsen für Fabricio bestelter Historicus/ wiedersie geleget, vnd sonderlich einem vnter denselben in einer Schriefft gezeiget, woer nicht allein in der Sechsischen Genealogia, sondern auch anderßwo gefehlet,Jch wil ihnen aber sol-wie ich denn eine Apologiam auch hinwider gelesen.ches allhie zu keiner vervnglimpffung geschriben haben, sondern nur, damit die War-heit bekrefftiget, vnd nicht vnrechter bericht von vnserm Vaterlandt, bey den Auß-lendern/ für war gehalten werde/ denn es sol allzeit heissen: Magis amica veritatDenn ob sie wol zum theil erbeitsame vnd gutthertzige Männer gewesen/ an demkein zweiffel ist/ befindet man doch/ das ihnen etwas(wie die Gelerten judiciren) aneinem richtigen Iudicio in legendo, vieleicht auch an zeit/ wie sie sonsten mit vielen ge-schefften beladen gewesen/ vnd gutten ordine beyde in colligende vnd scribendo gemangelt/ Vnd sein in solchem fall fast einem andern/ von deme die Merckischen Genealo-gien auch zimlich vnfleissig tractirt worden/ zuuergleichen. Wolt Gott/ es werendie alten Bücher vnd"Monumenta) so sie hin vnd wieder aus den Klöstern vndsonsten zusammen gebracht/ wie sie sich denn drauff beruffen/ noch furhanden/ vndnicht Leute nach ihrem Tode drüber geraten, so es nicht verstanden, Es solte vnsin der Meyßnischen vnd Tyringischen Historien nicht allein viel mühe ersparen/sondern wolten auch dieselben draus vermehren vnd bessern können.DEnn