Weysnische LandChronica.148von der Cimbrorum Weiber in specie referirt, Welcher Sortium auch andre geden-cken/ als Middendorpius,&c. so sie aus gescheleten stäben zugerichtet. So ist ihm Ale-sortes apudxandro Sardo vnd andern zufinden das die alten Deudschen in jren heiligen WäldenGermanos.derer zuuorn gedacht, sonderlich heilige Pferde gehabt, aus derer geschrey sie ge-Heilige Pferweissaget/ als durch welche sie gleubten das die Götter mit ihnen redeten. Es sein aberbey den Deudvnter diesen erzelten alten der Deudschen Abgöttern die Hertha oder Herthum derglei-schen.chen die Sonne/ Fewer vn Monde, Item die Pferde ohn zweiffel die eltisten vnd rech-te Deudsche Götter, wie auch nachmals die Irmenssewle dauon bald etwas mehr sol-gesagt werden/ vnd Alemannus etc. dagegen Mercurius, Mars, Venus, Nepunus, Castor,Pollux, Hercules aus der Römischen Religion zu ihnen komen.NEben den Römischen aber sind diese Abgötter so die Deudschen vnd Wendengeehret in diesen vnd vmbligenden Landen beruffen/ Irmesul/ Trigla/ Flyns/ Rade-gast/ Swantewitz/ Zernebock/ Cedut/ Crodo/ Brome/ Sibi/ etc.Irme sul wird von etlichen auch Armesul ausgesprochen, von andern auch Her-Irmensul.messul, also das es Deudsch were, vnd entweder Hermetis, das ist/ Mercurij Scwl.oder vielmehr Hermans, dazu denn stimmet, wenn man Armesulieset. Denn auff sol-che weis verstehen es etliche/ es sey solche columna dem Hertzog Arminio zu ehren ge-Irmesul zusetzt worden, nach dem er der Deudschen Freyheit gerettet, vnd der Römer bestesMersburgKriegsvolck vnter Augusto erschlagen. Ditmanus gedenckt lib. 2. das dieser Abgottda hernach Speters Kirch. auch zu Mersburg gewesen sey in der Kirchen/ so nachmals S. Peter dedicirt wordi-Andere aber schreiben von Eresburg in Westualen/ dauon man Aimonium lib. 4.Irmensul zuEresburg,cap. 69. lesen kan/ wie Ihn Carolus Magnus zerstöret/ vnd sich ein Wunderwerck dabeyBildnis derbegeben/ desgleichen auch Adonem Vien. Sol geschehen sein im far 772. Etliche habeIrmensul.vermeint es sey Martis bild gewesen, wie den dieChronica Saxonum hierzu siinnen vnd esalso beschrieben wird/ das mans als einen gewapneten Man gemacht/ der hat im grünenFelde in den Blumen bis an den Leib gestanden/ mit einem angegürten Schwert/ Inder rechten hand hat er ein Panir oder Fenlein gehabt/ darinnen ein rote Rose oder Feld-blum/ in der lincken hand ein Wage/ Vff seinem Helm ist ein Wetterhan gestande/vff seinem Schild ein Lewe darüber ein Wage, vnd drunter ein Rose/ vnd wie etlichehinzu thun, auff der Brust ein Beer. Besche Crancium lib. 2. cap. 9. in Saxonia. ZuCorbey sol ein solch Bild sein ausgegraben worden/ darunter also geschrieben: Vor-zeiten bin ich der Sachsen Hertzog vnd irGott gewesen/ mich hat das Volck Martis an-gebetet etc. Oder wie es andreignotirt: Dux ego gentis Saxonum, victoriam certampolliceor me venerantibus, Welches sich denn alles/ wenn mans fleissig betrachtet/ garwol auch vff gedachten Harminium der Cherusconum Hertzog reinet. Vnd were alsodieser Abgott von Deudschen ertichtet vn erhaben worden, wie denn auch sein Namedeudsch/ dagegen die folgenden fast alle Wendische namen haben, ausgenomen Cedentevon welchem etwas folgen sol. Ich muß dieses noch hinzu thun, das Goropius Cranciumwiderlegt, das Irmensul eines alten Heidnischen Gottes der Römer, Mercurij oder ci-nes andern bildnus gewesen sey. Er meinet aber dagegen, es sey nur ein Hierosphi-cum wie ers denn auch ausgeleget lib. 6. da sich der Leser berichts erholen kan.Trigla.Trigla ist fürnemlich der Wende vmb Brandeburg Abgott gewesen, dem sie auchHarlunger-vff dem Harlungerberg einen Tempel gebawet, da hernach ein Kloster, Præmonstratberg.ordens/ draus gemacht worden. Pirnensis schreibt/ dz man noch zu seiner zeit/ als vmbdas 1526. far/ ein bild daselbst geweiset, so empor in einem winckel gestanden, welchesein heubt vnd drey angesichte, Item wie ich sonsten berichtet werde, einen halben Mon-den in der hand gehabt. Iustus nennet die Kirch zu vnser lieben Frawen, so von Primisdenn Wenden König/ kurtz für desselben tod gestifftet/ vnd darinnen erbegraben. WieTempel aller ½0 der Brotuff meinet/ das aller Wendische Abgott Tempel daselbs in der burg vonAbgötter.Brandone gebawet, da jtzt der Thum stehet, gewesen sey, wiewol er anderswo solcherGötzen auch auff dem Berge gedencketSAbinus thut diesen bericht dauon, in dem Büchlein de Brandeburgo Marchiametropoli; sed nihil verinde ornat vtronque ciuitatem, vt illud templum beatavirginis
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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148
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