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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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179
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XIIII Tittel.179undes zuAbtheilung desNeysen/ nach dem heutigen zustande.Der XIII. Tittel.As gantze Deysznerlandt/ wiees jetziger zeit stehet/ ist in vier fürneme ortLandes getheilet.ERstlich was zwischen der Mulden vndElbe ligt/ wird eigentlich das Landt zu Meysen/ vnd was eigent-desselben Einwohner die rechten Meysner genant, lich Meyßner-land vorzeitenso viel den alten brauch dieses wörtleins anlanget/ Wie genennet worden/wol solcher Name numehr gemein worden/ vnd so wol den.von hernach gesetzten Osterländern/ Pleißnern vndA Bergstaͤdtern auch recht gebraucht wird.H.Garpo Bononiensis beschreibet es also/ wie es ins Deudsch vertirt wor-Gatzontsden Dieses Land ist an der Elbe gelegen/ nicht weit von auffgang der Sonnen gren=beschreibungdes Meyszner/tzen mit ihnen die Wenden/ Vandali genant/ Von Mittag haben sie die Böhmen zu landes.Nachbarn/ von Mitternacht die Sachsen/ darnach von Abend die Osterländer/ wel-scheIhre scheidung haben zwischen der Sala und Mulda/ Denn vber die Sala gehetdas Tyringerland an. Jn demselben Land zu Meysen hats gewaltige feste Städteund Flecken. Daselbst haben etwan/ wie Prolemaeus dauon schreibet/ die Caluconesvnd Danduti gewohnet. Das Osterland aber haben gehabt, die Hertani, Eudosij, Va-rini, vnd Suardoner, Darnach sind dieselben alle Sorabi oder Sorben genennet wor-den/ et. Haec Garzo. Da denn erstlich zu mercken/ das er neben andern Grentznach-zarn/ von denen in dem nechsten Tittel gesagt worden/ in dieser special beschreibungdie Meyßnerlandes/ die Osterländer als abgesondert setzet. Von den alten Einwoh-Gartzoms irr-thumb vonden Sorabis.tern/ deren Garzo etliche anzeucht/ ist droben im 4. Titz meldung geschehen. Wasaber den vrsprung der Sorben/ welche er vnrecht allhie anzeucht/ belanget/ ist mit G-hone auch Erasmus Stella fast einer meinung/ welche auch droben im 4. Tit: gemel-det/ vnd widerleget worden.WJe dieses Land an vnsere hochlöbliche Landesfürsten komen/ ist aus etlichen Land zu Mel-dergehenden Titteln zusehen/ nemlich das es erstlich den jenigen Marggraffen ein=sen zwischender Elb vndgegeben worden/ so wir jetzt die alten Marggraffen nennen/ welcher Stamm am Eck=Mulda wie erwendem andern auffgehöret, von deme es an Simonis Brudern Dedonem geraten/ an die LandesFürsten kor-men.vn bey desselben nachkomen nicht lang blieben/ bis es Conradus Timonis Son/ Graffden Wetyn vn Landesberg an sich bracht, weil es Keyser Henrich der 4.(wie man wil)Henrici Vettern Limoni zur Belohnung desselben in Kriegen gehabten fleisses vnduhe verheissen/ der es aber nicht mechtig werden können/ bis es Lotharius der Sach-Römischer Keiser, gedachtem Conrado mit seiner hülff vnd Schütz erhalten, wiesich ferner wird widerholet werden:Wm