Weysnische LandChronica.256wesen/ auff welches seiten denn etliche vnterthanen dieses Landes gestanden/ wie-kürzlich gemeldet worden.III.Twan ein Jahr oder hundert nach der zeit/ als der KriegZwischen zweien Brüdern.zwischen Vater vnd Sohn, vnd hernach beyden Brüdern gewesen, hatsich ein gleiches unglück begeben. Denn abermals erstlich zwischen zwey-den Brüdern ein Krieg entstanden, nemlich zwischen Alberto dem andern/ Land-graffen zu Tyringen/ vnd Ditterichen dem Weissen genant/ Marggrafen zuMeyssen vnd Landesberg im Jahr 1275. Vnd sol geschehen sein wegen des rei-chen Bergwercks zu Freyberg/ welches Albertus Ditterico nicht günnen wollen/Derhalben sie zusammen ins Feld gezogen/ Ist damals Ertzbischoff Conrad auffDitterici seiten gewesen. Dieses wird zum theil von Siffrido Presbytero Vyfnensi erzehlet.NJcht allzu lang hernach ist auch ein bittere vneinigkeit ent-IIII.Zwischen vor standen zwischem diesem Landgraffen Albrechten, vnd seinen zweyen Söhnen/ter und Söh-Friderichen dem Frewdigen vnd Tizmanno/ daraus auch endlich ein scheuz-welt.licher vnd langwiriger Krieg gewachsen, im Jahr 1290. Denn dieser Al-bertus/ welcher wie aus den Historien zu befinden/ seinen Brüdern vnd Söh-nen nie gut gewesen/ Demnach er sich an ein Kebsweib gehenget, sein ehrlichesGemahl, Keyser Friderici des andern Tochter, verachtet, vnd derselben nachdem Leben gestanden, Dagegen dem Sohn/ so er in der Vnehe gezeuget/ vielGütter zu zuwenden sich unterstanden/ Hat er seinem Bruder/ MarggraffDitterichen vnd desselben Sohn Friderichen/ zugenamet der Tutte/ vrsach geben/das sie ihn enterbet/ vnd ihr Land ihren Vettern den Söhnen Alberti zugewandt.DErhalben Albertus die Söhne hinwiderumb von gantz Ty-ringen zu bringen/ und zu enterben sich vnterstanden/ Ja auch ihnen noch dazuMeyssen vnd andere Lande, so sie zuuor gehabt/ mit hülffe der Keyser Adolphi undAber die Söhne haben dasAlberti/ nemen/ vnd anderswo hin wenden wollen.böse fürnemen ihres Vaters mit ihrer tugendt/ großmütigkeit vnd bestendigkeltzu nicht gemacht, der begirligkeit oder geiz der zweyen Römischen Keyser taufferwiderstanden/ derselben Kriegsvolck glücklich erlegt/ vnd aus dem Lande geschla-gen/ Also das Vaterland mit Gottes hülff von vnrechter gewalt erlöset/ vnd wi-der zu voriger freyheit bracht, wie in andern vollstendigen Beschreibungen derGeschichten zusehen ist.Andere FeindeM solchem Krieg, der in die siebenzehen Jahr gewehret, istde des Meyß.nerlandes nei Marggraff Titzmann vmbkommen/ Friderich aber hat neben den Keysern vielan/ben den Keys dere Feinde mehr ausstehen müssen, wider welche alle ihn doch Gott gnediglichsern.erhalten, das er ihnen obgesieget, vnd seine Erblande, welche doch sehr verderbetgewesen, wider bekommen. Derwegen er auch nach solchem Kriege seinen vn-terthanen ein zeitlang Schoß vnd Zinß nachgelassen, vnd seinen Hof von derKriegsbeute vnd der Gefangenen Gütern vnd Ranzon Gelt auffgehalten/ Also mitgrossen vnd tapffern wolthaten gegen den seinen in Krieg vnd Friedeszeiten/ ei-nen guten Namen erhalten/ wie ihn denn die Historien den Frewdigen vnd Groß-mütigen nennen.DErhalben sein auch seine unsterbliche thaten nicht allein von eingebornendanckbaren Leuten/ sondern auch etlichen Italianern beschrieben worden/ als JoanneGarrone Bononiensi der Artzney Doctor, vnd Priamo Capocio Lilybethans Siculo,Das erste Büchlein, darinnen der gantze Krieg beschrieben ist/ kan man auch inDeudscher Sprach lesen, wie es er Heinrich von Lindenaw vertirt, vnd von Rein-ro auffs new wider edirt ist.D. E.
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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256
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