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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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Der XXII. Tittel.men von dem Stachel auff dem Rücken/ damit er sich auch für andern Fischen auff-heit/ Ist nicht viel gutes dran. Drumb Fabricius ad Gesnerum schreibt es sey ein los-ser Fisch. Centismum à Theophrasto dici putat Gesnerus in literis ad Fabricium. Istein Sprichwort bey den Deudschen: Er hat mir Stichling zu fressen geben, de ho-mine mordaci.Schley/ Merula lacustris, Philippo Scorpius, Gesnero Tinca, non verè teste Fa-hier Wie denn Philippus vnd Peucerus den Stincks also nennen, propter vi-ridem colorem ex Ausonio, welches Verse wir vnten setzen wollen(Lentorem habetDie die gelbe sucht haben/ den bindet man Schleyen vnten an die So-lubricum.len. Die Schley sol eben die vnbequemigkeit vrsachen wie bey den TeichkarpenAber doch ist sie aus den fliessenden Wassern besser/ als ausdenannotirt ist.stehenden.Digit: de Tinca.Allia da lardum, dum coquor, atque piper.10. Aal/ Anguilla, ἔχελυς. Albertus schreibt/ das man diesen Fisch in der Do-naw nicht fange. Ein Straußgütlein in Elsaß/ als man ihn gefraget/ Nachdenen so viel verzehret/ was ihm seine lebtage am besten geschmäckt hette/ hat geant-wortet: Ein Aal in einer Ganß gebraten/ wie Doctor Laurentius Phrysius geschrie-ben. In Indien sol man im fluß Gange Aal gefangen haben, so 30. Schuchlang gewesen.Anguilla anguillam ceu Tencham Tencha secundamNon parit: has limus putris& alga parit.II. Beißker/ Mustela variae Philippo, γαλεύς πόκλος, piscis est foßilis, Einlanger gelber Fisch/ mit braunen streiffen/ hat viel stuplen am Leib/ sihet wie ein Ey-dechs. Wenn sie dicke sein/ heist man sie Meerputten. De piscibus foßilibus vide Arisstotelem in mirabilibus. Von diesen schreibt auch Fabricius an eim ort das mansie furnemlich in zweyen örten vber der Elbe in Meyssen Graben solle bey Ortraneam Wasser die Pölnitz genant/ Vnd beym Hayn an dem Bach die Dobra ge-nant. Sonsten beschreibt er sie also ad Gesnerum: Sunt longitudine palmi, cras-situdine digiti quanquam maiores etiam reperiantur. Dorsum coloris cinerei cumpunctis multis, maculisque transuersis, partim nigris partim caeruleis. In laterisbus linea vtring, nigra& alba. Venter flauus cum maculis albis,& punctis ru-bris et nigris, ita paruis ac si acu factae essent,&c. Sordes amant& in cloacas, quaealia purgari ratione nequeunt, iniecti omnia consumunt. Cum in riuis paludibusvecapiuntur recentes, solent à tenuioribus etiam mensis adhiberi,&c.III. Elbfisch/ so in derselben geberet werden vnd wachsen/ vnd fol-gen erstlich fünfferley/ so Schuppen haben.1. Hecht/ Lucius λάβραξ Athenaeo, Iouio Lugus, qui Lucij vocabulum reijcit.Diese sind zweyerley/ Mertzenhecht/ in welchem Monden dieser Fisch geleicht vndviel Rogen hat/ vnd grosse Hecht/ nach Ostern. Der Hecht wird von etlichen für denallerbesten Fisch gehalten/ welcher gesunden vnd krancken nicht vnbequem/ nicht w-vniger feuchtigung/ auch nicht schwerer dawung vnd mittelmessiger nahrung testeDoct: Lauren. Phrysi. Bey den Römern sein die Lucij Tiburtini gelobet worden. Lucijimagt saebe expressa est in lapide Islebiano, è quo aes constatur. Agricola de fossil. lib. 1.Beym Schneeberg im Viltzreich hat man einen Hecht gefangen/ so nicht raum in ei-nem Bierfaß gehabt/ das man ein eigen lang Faß dazu machen müssen/ da man ihnweg geschickt. Gleich wie Fabricius annotirt/ das man im Jar 1544. zu Straßburgin der Jll einen gefangen, so 26. pfund gewogen/ vnd die Leber 27. Loth.2 Karpe/ Cyprinus, Carpi sue, Carpa, Barbaram Fabricio. Erasmus frigidas Car-nae dicit in Epistolis. Etliche wollen nicht, das man in Carpionem nennen sol/ sondernversiehen dasselbe wörtlein von einer besondern art eines Fisches in dem Lacu Benaco,EtlicheD 11

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