Weysnische BergChronica.etlichen Jahren besser als jetzo zusehen gewesen sein sol. Hierzu stimmet, dasauch die Einwohner selbst, je vnnd je sich daselbst rühmen, das Bergwerck zuFreyberg hab seinen anfang/ von den alten Sibelischen Bergwerck/ Es sey auchBergwerckvon SibelnBergordnung vnd alles anfenglich von dannen dahin gewendet worden, Welchesgen Freyberg ob es wol das ansehen, das es sonsten nicht durchaus mit den Historien derkommen.Stadt vnd Bergwerck Freyberg ober einstimme(denn wir hernach erinnern wol-len/ das die Bergstadt Freyberg nacht etlicher bericht endlich eine Bergordnungvon Jglaw bekommen) kan doch wol sein, das neben den Sächsischen Bergleu-ten/ so das Freybergische Bergwerck rege gemacht, wie bald mehr angezeit wer-den sol/ sich auch/ was von alten Bergleuten zu Siebeln damals noch hinderstel-lig gewesen/ zur selben zeit dahin gemacht haben.Wann derS ist aber kein zweiffel das dis Bergwerck(es sey nun wie-Mame Sibelnalt es wolle, denn ich mich derer meinung, welches es für so alt achten, weilich keinen sonderlichen bestendigen grund aus alten Brieffen oder Chroni-cken noch zur zeit weis/ nicht gantz vnd gar theilhafftig machen kan) ernennet sey/von den alten wörtlein Sieben Lehen/ damit man vor zeiten ehe dieses itzo breuch-Gebrauch in liches wörtlein auffkommen ein Fundgrub genennet, und welches ein Lehen das istder Berg-sieben Lachter mehr gewesen, als itzt ein Fundgrub, vnd derhalben 49. Lochter inwerg anfangsich gehalten. Denn wissentlich das itzt ein Fundgrub nur drey wehr oder sechs Lehenmit den Na-men der ersten hat/ so heit ein Wehr zwey Lehen das ist 14. Lachter/ etc. Vnd ist offenbar das disZechen.alte wörtlein beyde in den Jglauischen vnd Freybergischen alten Bergrechten gesun-den wird. Ist auch gleicher gestalt sonsten brenchlich, das man/ so ein newes Berg-werck auffkompt, gemeiniglich die allererste Zech(da sich vieleicht zuuorn auch et-was bewiesen vnd ereiget) die alte Fundgrub zunennen pflegt, ohne einigen andernNamen/ wie wir dessen sonderlich auffm Schneberg/ Aidenberg und im Jochims-thal Exempel haben: Das also die erste Zech allhier auch ohne zweiffel von den Sie-ben Lehen/ das ist einer Fundgrube/ und das Bergwerck ferner gantz vnd gar vonderselben den Namen bekommen haben.GoßlarischenBergwercksanfang.S ist aber das Goßlarische Bergwerck zu welches zeiten sich dasSächsische auch/ wie nach etlicher meinung angezeigt worden/ sol angefangenhaben, vnnd das Jar Christi 968. erfunden, wie Sigebertus setzt, oder wie andrewollen vier Jar hernach(etwan in die 200. Jar für erfindung des Freybergischen Berg-wercks vnd gleich fünffhundert Jar für dem anfang des Schneberges/ zu welcher zeitder Keyser in Italia gewesen, vnd daselbsten Kriege geführet, derhalben, er zu seinerGoßlar derwiderkunfft in Deudschland/ die beruffene Stadt Goßlar bey dem newen BergwerckStad anfangzu bawen angefangen. Wiewol man sonsten in etlichen gemeinen Chronicis lie-set/ das Goßlar die Stad am Hartzgebirge im 1005. Jar allererst sol gebawet sein/auff welcher letzern meinung auch Valentinus Moncerus ist/ welches vieleicht von ci-ner erweiterung oder besserung an gebeuden zuuerstehen. Aber von diesen(so dochnicht wichtig, vnd darinnen die letzere Zal auch von des Stadtregiments Policeyordnung kan verstanden werden/ da das Bergwerk etwas zuuor auffkommen/ vnddieselbe zubawen vrsach geben, wie auch sonsten an andern orten zu vnterschiedenenzeiten solcher ansang vnd hernach die Bewe geschehen sein) sol anderswo in diesemBuch mehr gesagt werden. Ist die zeit an diesem ort nur derhalben angemeldetworden, damit zuuerstehen gegeben würde, das, wenn solche meinung, von desMeyßnischen Bergwercks erstem anfang vnter Keyser Ottone war ist, vff diese weisdie gedachten Meyßnischen Bergwerck, vber die 600. Jar alt weren, welches ichdenn wie gedacht, weder gentzlich afferiren noch refutiren wil/ weil niemands für ge-wis berichten, oder mit bestandt leugnen kan, das auch für derselben zeit köntenBerg-
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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