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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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Der II. Tittel.15Fürsten dazu geschlagen sein, als Scharffenbergk nicht fern von der Eibe, Sachsen-Scharffen-burch an der Tzschopa/ Glashütten auch ein Bergstadt an der Weisseritz/ Item die berg Sachsen-burg.jenigen so sönsten zur Glashütten gehörig, als Blattenbergk, Hockenbergk, ObeiGlaßhütte.vnd nieder Frawenbergk, Liebenaw. Mehr gehören zu Freybergk/ Saida/ Fraw= Blattenberg.enstein/ Torant/ Biberstein/ Lindaw/ Odern/ Eyle/ Siebeln/ welches zuuor gemel=HockenbergFrawenberg.det/ Ruspin. Mehr andere Bergkwergk so näher liegen, als Pfaffenbergk, Hock=Libenaw.endorff, die Hüete, Newdorff, Brant etc. Diese Bergkwergk sind im Jahr 1559. in Sarda.Frawenstein.welchen Fabricius etwas dauon zu schreiben fur die hand genommen, noch alle in Tarant.bauhafftem wesen erhalten/ vnd gen Freybergk gerechnet worden, vnd sollen zum Lindaw.theil hernach wieder angezogen/ vnd etwas mehr dauon gesagt werden. Dieses Frey=Gedem.Ede.bergischen Bergkreises oder Circkels gedenckt Boceriu also in seinem Carmine de Fri-Sebeln.Außbiet.berga:pfaffenberg.Quid Scharffenbergi gelidum quod conspicit AlbimHokendorff.Hut.Munera, lanificae memorem vicinaque Tschopae,Newdorff.Brant.Qua Sachsenbergum propria sic gente vocatumInnumeris venis, multis& ditibus ornant?Hoc Glashutta tuas, quid laudem carmine venas?Quid ve Frauenbergi duplicis? quid magna TorantiDona quid aeriferae non cessatura LibenaeMunera? vos Saxo primis muenit ab annis&c.Die beruffensten vnd besten Zechen vnd Züge ein wenig vor dieser zeit vnge-fehr vom Jahr 1540. bis vff 60. vnd in den selvenzwantzitz Jahren/ sind gewesen in Berneferstedem Freybergischen Bergkwergk: der Dörre Schönburgk/ von welchem(Agricols Zechen) zuetlich Jahresschreibet de re metall: Schonbergii metalli, quod Fribergi est, quaestus supra zu Freyberghominis aetatem stabilis permansit, Das ist: Das Ertz vff dem Dörren Schön- gewesen.bergk zu Freybergk ist vber Mannes gedencken bestendig blieben. Mehr der hoheStolle, Thurmhoff, Narrenfresser, Daniel/ Gedeon, Gabegottes, Riemer vndferner doneben vffm Brand/ welches flecklein ein halbe Meyl von Freybergk ligt/dessen auch itzo in dem Berg Kreis gedacht/ seind diese Zechen gut gewesen: S. Eras-mus/ S. Wolfgang/ Brantstollen/ S. Barbara/ S-Merten, S. Bartolo-meus/ zun Heiligen(Fabricius setzt dafür S. Beatricem) S. Vlrich/ S. Nicklas/die Eyche, vff Vogelbaum/ vff der Dreyfaltigkeit, vssm heiligen Creutz, uffmWilden Man/ Gottesgab/ Fastnacht, Sonnen glantz, König Dauid, WeisseTaube.Ir muͤssen noch eins in diesen des Freybergischen BergtwergsWantiquiteten gedencken. Es ist aus etlichen Alten Bergkrüchlein zusehenAlte Art indas man vorzeiten viel ein andre Art die Bergkwerck zu bawen gehabt/ Bergwerk zuals jetzt im brauch ist, denn die Zechen oder Grueben nicht also in gewisse Massen bawen.geteilet gewesen/ vnd ihre Marscheiden im auslencken/ des gleichen im hangendenund liegenden gehabt, als itzo. Sondern man sol domals nur gerade in die teiffegesuncken haben/ vnd daher soll es entstanden sein/ das man itzo dieselben Alten Gru-ben/ oder auflössige Zechen/ mit den namen Pingen von den Newen vnterschieden.Dieses gedenckt Fabricius auch von dem Freybergischen Bergkwerck. Auchschreibt Agricola das vorzeiten ein Zech zu Freybergk/ 64. Kucks oder Bergtheilgehabt/ do man jetzt/ zwey vnd Dreissig zweidreis theil hat/ inn welcher letzten Rech-nung 4. gemeine Kucks/ so auff andern Bergk Stäten an zal hundert vnd Acht vndzwentzig breuchlich/ in ein zweidreisteil gehören/ do vorzeiten nach gedachter AltenRechnung nur 2. gemeine Kucks drein gehöret.DieBb ij