Der III. Tittel.23VOm Scheibenberg(daran das Bergstedtlein dieses Namens liegt) so SchreibenbergSilber gibt/ und welches weiland der Herren von Schönburg gewesen sein soll/Herrn vonFabuliren die Einwohner vnd nachbarn(ohne zweiffel wegen des alten guten BergSchönburg.wercks) Es soll ein güldene Sewl im Berge stehen.Güldene Geul,As Elterlein so auch zuuor Schönburgisch gewesen/ soll nachCElterlein.dem gemeinen bericht der alten Leut stets/ was die bewohnung des orts anlan-gent/ weit vber 600. Jahr alt gehalten worden sein/ Auch vor etlich hundert Guldlenburg,Jahren Quedlenburg geheisen haben/ Item etwan mit Priuilegijs/ von Keysern/ Grosse Stra-Königen/ vnd etlichen Landgraffen zu Türingen, vnd Marggrafen zu Meyssen/ se-so auch noch im Jar 1483. in Churfürst Ernsts Diplomate angezogen werden/sein begabet worden. Denn auch weiland eine grosse Strasse(so in etlichen Sum-pfen oder Wesserichten orten auff Klötzern oder Hültzern Tammen und Brück-lein/ welcher vestigia noch zum theil zwischen Grünenhahn vnd Elterlein bey derjtzigen Zech zusehen/ gefasset) aus dem Land zu Türingen und Sechsischen Harbgegen Behmen zu/ daselbst sol für vber gangen sein. Wie alt aber das Bergwerck/ist mir nicht bewust/ Aber wol zuachten/ es sey mit den andern vmbliegenden auchrege worden/ denn man von etlichen alten Zechen allda zusagen weis/ deren eineauffm Kutten genant/ sonderlich beruffen. Was den Namen Quedlenburg be-langent/ kan es wol sein/ das ein Schloß daselbst gestanden/ so von den Hartz Sach-sen in den Wendischen Kriegen gebawet und genennet worden/ wie an dre Namendes orts mehr von gemelten Hartz vnd andern Sächsischen Graff und Herrschaff-ten sein/ als Stolburg/ Schwartzenburg/ Waldenburg/ Hoenstein/ etc. dessen wiran einem bequemen ort mehr ausfürlich gedencken wollen. Vnd kan auch wol durchgelegenheit der Landstraß ins Behmerland/ gleichwie zu Freyberg/ das Bergwerckerstlich sein auffgebracht worden/ darzu denn der genanten alten Zech Namen nichtvbel stimmet/ denn aus etlichen alten Chronicis wißlich/ das man das beruffene Auffm Kat-ten sehr altèBergwerck zum Kuttenberg in Behmen, auch anfenglich auffm Kutten(Cuthnam,Zech.genennet. Für etlich Jahren aber ist das Bergwerck daselbst auffs newe wider an-gangen/ derwegen noch heutiges tages ein gut Silber Bergwerck daselbst ist/ auff ei-S. Lorentz.nem Kies/ da die Zech S. Lorenz genant/ vnd eine schöne gestenge Kunst gehan-Gestenge,gen ist. Was weiter andere gedenckwirdige annorationes von diesen Stedtlein künst.anlangent/ wollen wir in die Stedte Chronicken sparen. Nur wollen Wir diesesso melden/ das man so viel abnemen kan/ es habe Elterlein vorzeiten in die Herr-schafft oder Grafschafft Hartenstein gehöret. Hernach ist dis Städtlein sampt an-Hartenstein.dern mehr als Scheibenberg und Wiesenthal/ an die Landesfürsten kommen/ wie Graffschafftdenn im Jar 1559. auch ein Huldung geschehen.Jealt das Bergwerck zu Rochlitz sey, hab ich noch nie erfahrenkönnen. Ich werde aber berichtet, das es alt sey/ und das vorzeiten allda Rochlitz.Kupffer Ertz/ so auch Silber gehalten/ gebrochen/ vnd sol die fürnembsteSprichwortZech gewesen sein auff S. Johannes/ so man auch für 12. Jaren noch in bewii von Kochus.chen wesen erhalten. Mathesius gedenckt desselben in der Vorrede seiner Sare-pten auff diese weis: Da die Meysnischen Bergwerck an Behmischen Gebirgeumb das Jar Christi 1512. ein groß stecken gehabt/ vnd arme Bergleut sich anfrembden orten vmbsehen/ vnd ihr heil versuchen müssen/ sollen auch etliche genRochliz kommen sein/ als welche Stadt in den Historien/ vnd mit ein alten Sprich-Rechlitzeswort/ auch für ein Bergstadt berühmet gewesen. Da schreibt er/ man pflege zusagen/ Marmor-das Schloß zu Rochtitz stehe auff Marmelstein/ der Rochlitzer Wand stehe anff lau-term Golde/ und der Galgen daselbst auff Silber, welches denn also zuuerstehen/die-
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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