Der VII. Titel.67.Erner gleich wie man den Kuttenberg/ für das beste Berg-werck der Kron Behmen nach dem Jochimsthal/ von dem hernach sonder-lich sol gehandelt werden/ rechnet: Also gibt man nach dem Küttenberge das Deutschbrodenechste tob dem Deudschen Brodte(welches auch nicht weit dauon/ vnd an dem das beste Bey-mische Berg/Wasser Saltzawa/ nicht fern von desselben vrsprung, auch nicht weit von der Igla zurück nachgelegen) so weilandt sehr groß vnd weitleufftig gewesen, also das es sich auff zwoc Kuttenberg.meylen erstrecket, fürnemlich gegen dem Kuttenberge/ da auff so viel meilen immer-dar ein alter Schacht vnd Stoln an dem andern sein sol.Man findet auch ge-waltige Schlacken hauffen herumb, derer man kurtz vor vnser zeit zum theil wol ge-nossen.Item/ es seind grosse weite Pingen vorhanden/ da Gäpel vnd rathkauendrauff gestanden.Seind auch die Lichtlöcher auff den Stöllen sehr vorfallenvnd eingangen gewesen, aber zu vnsern zeiten etliche wider auffgenommen, darin-nen man denn auch gut Ertz an den anbruchen funden.Es seind die tieffsten vn-ter den Stöln gar fest verbinget, desgleichen die tag Schächte wol vnd fleissig ver-Warumb vieldeckt vnd verwarth gewesen. Aus was vrsachen kan ein jeder selbst erachten. Agricola Behmischeschreibt also dauon: Ex puteis cuniculisque quosdam fertiliores argenti, Boemi Bergwerckmetallici, vt oppidanorum furta depellerent, obstruxerunt, antequam pro- liegen blieben-ficiscerentur ad exercitum Sigismundi Imperatoris, cui cum Zechis Hussi-tanis bellum erat susceptum. Eos autem quam primum bellum esset con-fectum, recludere volebant. Sed cum partim coesi, partim sugati essent,nulli redierunt ad intermissas fossiones. Das sie also ohne zweiffel vermeinetnach vollendetem Kriege ihre gute Bergwerck wider zubelegen, vnd das Ertz vonden Anbruchen zugewinnen/ Seind aber vielleicht des meisten theils vmbkommen/vnd haben die vbrigen nicht wider dahin gedürfft. Deßhalben es also hernach vn-auffgenommen vnd vngebawet blieben, bis auff vnsere zeiten. Man sol auch indiesen alten Schächten viesirliche vnd ungewönhliche Berggezew gefunden haben.Es ist dis Bergwerck von vielen insonderheit hochgerühmet worden, beyde wegenseiner gute vnd andern grossen gelegenheiten. Denn vnter andern schreibt manauch/ das das Ertz daselbst in schmeltzen keinen zusatz/ wie anderswo bedörfft, weiles denselben allbereit bey sich habe.Eiter vnter den alten Behmischen Bergwercken, so im Hussi-tischen Kriege, wie man ihn nennet, verderbet worden, vnd ein lange zeitliegen blieben, seind von den alten Bergleuten sonderlich beklagt worden,Myse.Die Myse so nicht ferne von Kladraw, an dem Wasser Myß, welches vnter Tarsanentspringen soll/ gelegen. Jtem/ Krumenaw/ oder wie es andere schreiben Kru=Krumennmelaw(welches hernach wider erwehnet werden soll) nicht fern von Budwitz, soauch für ein altes sehr reiches Silberbergwerck/ neben dem Deudschenbrode, dessenwir newlich gedacht/ angezogen wirdt. Das also/ wie auch aus desOgricol-hiebeuor angezogenen worten zuuerstehen, vieleicht allein der Kuttenberg dazumalbawhafft blieben, die andern alle, ob sie gleich auch sehr höflich gewesen, zum theilverwachsen/ zum theil Ecker drauff gemacht worden/ weil sie die Bawren dazumäh, BehmischeBergwerckmeistes theils eingefüllet. Ob gleich vmb den anfang des Jochimsthalischen sand widerBergwercks, vnd ein zeitlang hernach, viel widerumb gesucht vnd auffgenommen auffgeuom-men worden.worden/ da man zum theil auch noch heut zu Tag bawet/ vnd derselben wolgenenset. Vnd können aus dem so bisher gesagt worden, mehr vrsachen verstanden Mehr Vrsachewarumb diewerden/ welcher wegen die Böhmischen Bergwerck damals in so grossen Abfall BehmischenBergwerckkommen. Denn im selben Lennen nicht allein viel dapfferer erfahrner Bergleuzur zeit in ab-vmbkommen/ sondern es hat sich wegen der Religion/ und draus erwachsenen haß fall kommen.und feindschafft, lang hernach kein Deudscher Bergmann im Lande zu Behmenrij iiiimehr
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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