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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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74
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Dcysnische BergChronica.74viel Leut beweget/ das sie ihre Kinder von den Schulen genommen/ vnd auff ande-re Handthierung vnd gewerbe gethan, ja viel/ so erwachsen gewesen, auch selbst ausden Schulen entlauffen, ihre ehrliche dienst, vbergeben vnd Handwerck gelernet/dessen wegen denn in dem Thal auch desto grösserer zulauff worden/ weil sich zu-mal jederman sonsten bey dem Fewer wermen vnd Reich werden wollen.Ein anderDEßgleichen seind eben zurselben zeit auch die andern benachbarten Berg-Fall.werck etwas gelegen/ und hat sich sonderlich der Schneberg mein liebes Vaterland/seines grossen erlittenen Wasser schadens/ so er von dem schrecklichen Wolckenbruckim Jahr 1511. empfangen, noch nicht wider erholet gehabt.Im Thal aberist damals ein glücklicher ansehenlichen anfang gewesen, denn man an etlichenn örtenErtz vntern Rasen/ vnd in der Bawmwurtzel am Tag antroffen/ als auff der vn-ter andern maß nach dem Hoffmann, auffm Geyerischen Gang geschehen/ daHöfliche Ge-man gut Ertz in der Thammerde/ an der Wurtzel gehawen/ Item weil man auchbewde.etliche Ausbeuthen geben, ehe man ein Grubenlicht in den Gebewden bedürfft, wiedenn auch auff S. Andres Fundgrub anfenglich kein Zubuß dörffen angelegt wer-den/ denn man 7. fl. Ausbeuth geben das erste Quartall/ da es noch am tage gewe-sen.Das also ein zulauff von allen orten worden/ wie auch droben im drittenZulauff.Tittel/ da wir des Rochlizischen Bergwercks erwehnet/ gemeldet.Jeses Thals Topographiam/ vnd die Gebirgeso darumb liegen/Topographiades Thals.haben Georg. Agricola in seinem Hermanno/ vnd Matthesius in der Sa-repta beschrieben, So wird der ort auch etwas describirt von D. JohanMaiore in dem Carmine Scholae loachimicae ad Ferdinandum Imperat.Hic vbi vicina cum natae& coniugis vrbe,Ipse loachimus praeconia sancta nepotisPer virides audit colles, iuga faeta metallis,Et sonitu vallesque cauae syluaeque resultant.Hic olim in syluis inter deserta(crarum,Lustra trabens vitam, pastum Conradus agebatArmenta& culmis consertum tegmen habebat,Per loca vasta situ,&c.Nunc vallis lata& septem se montibus effert, etc.Vnd zwar dieses Bergwercks ankunfft/ zunemen vnd meisten geschichten,Wer von Jo-chimsthali-haben gedachter Johannes Matthesius in seiner Sarepta/ hin vnd wider/ vnd inschen Berg-werg geschrie, der angehengten Jochimsthalischen Chronologia, Item/ für ihm der hochge-lerte auch itzo erwenhte Georg. Agricola(aus welchem Matthesius vnd Monsterus/so dieses vnd anderer vnserer Bergwerck bisweilen auch gedencket/ viel genommen)in seinen herrlichen Schrifften viel gehandelt, daraus ein fleissiger Leser ein zimlichChronicklein zusammen lesen möchte, wie ich mich denn auch derselben gebrauchthabe.Wir müssen aber allhie diesem löblichen Bergwerck zu ehrenErstlich die Summen der Ausbeuthen vnter einem jeden Bergmeister, weilCatalogusder Bergk-man derselben einen gewissen Catalogum hat/ hernach auch etliche Exempelmeister imsetzen/ daraus zusehen/ was für groß Ertz gebrochen vnd Silber daselbst gemachtJochimsthalworden.ALbrecht Beck sonst Eysengrein genant, ist der erste Bergmeister gewesen,vnd hat dem Bergwerck fürgestanden von dem Quartall Crucis im 1516. bis auffLuci