Der VIII. Tittel.79DJeses ist auch nicht fürüber zulassen/ das ein Goltschmiedt im JochimNewes Kunstthal das newe Kunstück/ wie man die kleinen Glaßertz Stüfflein/ ohne obgang sei=stock vonner natürlichen Farbe/ zusammen schmelzen vnd allerley draus pregen kan/ erfunden/ Glaßerz.dazu Salærmomax, Borras vnd andre zufckemehr genommen/ wie Matthesius schrei-bet/ vnd solches mit verwunderung ins Werck gesetzt.Ornberg und Abertham liegen hart am Jochimsthal/ unterDornberg /Xbertham.welchen der Abertham beruffener/ sonderlich wegen der Reichen Zech auffLorentz oder Gottesgab genant/ dis Bergwerck ist also auffkommen. Nach wieder Aber-thamischedem ein zeitlang dieser orte gebawet worden/ wie aus dem zuschehen/ das im 1525. einer Bergwerckgenant Hans Retz am Dornberg und Abertham/ zum Bergmeister verordnet gewe=rege worden.sen/ ist nachmals im Jar 1528.(Agricola setzt das 11. Jahr der Regierung CaroliF) ein gar armer/ doch verstendiger und guter Bergmann gewesen/ so im dickenWalde/ fast allein in einem Hüttlein gewohnet/ vnd sich mit der Viehzucht des mei-sten theils/ so doch nicht alles sein eigen gewesen/ ernehret.Dieser als er auffein zeit/ welches am 20. Februarij geschehen/ bey seiner weil/ ein andre Milchgrubwie des orts im brauch /graben wollen/ hat er ein reiche sicherung/ von gediegen Sil-ber/ welche der Brunnenquell vom Gang geröret hatte/ antroffen. Derhalben ermit grossen Frewden zu seinem Herren gelauffen/ demselben und anderen solchesvertrawet. Ist aber als bald auch zum Bergmeister gangen/ ein Fundgrub gemü-tet/ welche er Gottesgabe genennet/ also geschürffet/ gesuncken/ schöne Bergartenvnd mehr gediegen Silber mit vnter gehieben. Daher man/ ob sichs wol nach= GottesgadZech auffm A-mals etwas verzogen/ als bald ein gut hertz gewonnen/ denn es sich fast ein Jahr verhanden.gewehret/ ehe mans geniessen mögen/ und also endlich Gewercken und Arbeiter zumeheil verdrossen worden/ ihre theil verkaufft oder liegen lassen/ das auch hernach zuder zeit/ da es gut worden vnd reichlich geschüttet/ der erste erfinder nichts mehr drin-nen gehabt/ vnd fast eitel andere gewercken gewesen. Es ist aber dis Bergwerckauff gemelter Zechen recht angangen im Jar 1529. das Quartall Trinitatis, wie esMatchesius annotirt. Vnd hat auff dieser ersten Zechen S. Lorentz auffm Aber-Gedieger Silbertham/ so viel gediegen Silber gebrochen/ als auff keiner andern bey Mannes geden-bers grossencken und fern drüber/ ausgenommen S. Georgen auffm Schneberg/ welche wie mange.aus dem so droben gesagt/ erscheinet/ alle andere weit obertroffen hat/ derhalben in den St. Lorentz.Meyßnischen und Böhmischen/ Ja auch in ganz Deudichlandes Berwercken ihresgleichen nicht/ was nemlich die menge des gediegenen Silbers anlangt. Denn son-Summa dersten vff dem Hinslischen Heer vff S. Annenberg/ und vff der Fundgrub im Stern Ausbuth vffS. Lorentzin S. Jochimsthal mehr zur Ausbeut gefallen/ als vffm Abertham wie aus AprilaGottsgab.in fine lib. I. de vet.& nou. met. zuschen/ vnd droben vom Jochimsthal weitleufftigergedacht worden. Dann die Summa der Ausbeuth/ so auff S. Lorentz Gottsgab/Fundgrub vnd Zug gefallen/ ist 28992. fl. vnd ist von etlichen also gerechnetworden/ das von Reministere des 1531. bis auff Trinitatis des 1558. auff einen K.durchaus Ausbeuth gefallen/ 1509. fl. Es hat auch ein Handstein allda gebro-chen/ für welchen man 500. Thaler geben wollen. Monsterus hat ausEsgricolawelcher selbst ein gewerck allda gewesen/ lib. 8. de fostil. böß Deudsch vertirt, mit die= Grosse straffensen worten: Man hat auch viel grosse Stück gegraben zum Abertham vff' S. Thee-dorus Gruben/ die da gewogen haben/ 1. oder 2. Centner.Die gantze Summa des gewonnen Guts einer gewissen zeit setzt Iagricolaauch: Aberthami ex dono diuino tantum argenti est erutum, quantum va-leret aureis Rhenanis CCC. M.AVs Matthesij Chronologia/ kan man diese kurtze Aberthamische Jahrverzeichnus zusammen ziehen.JM 1539. hat man die Palgen Kunst auffm Aberthann angeschützt.S g iiijZw
zuletzt gesucht
- Noch keine Suchworte
Letzte Trefferliste
Die letzte Trefferliste besteht aus Ihrer letzten Suche, samt Filter- und Sucheinstellungen.
AnzeigenSchliessen
Buch
Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
Seite
79
JPEG-Download
verfügbare Breiten