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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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84
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Deysnissche BergChronica.84in Dalmatia principatu Neronis, singulis diebus etiam quinquagenas libras fun-dens. So ist aus Statio Papin: vnd andern Poeten abzunemen, das dieselbenBergwerck zu Domitiani zeiten noch gut gewesen/ denn dieser also schreibt:Quando te dulci Latio remittent,Dalmati montes vbi Dite visoPallidus fossor redit, erutoque.Concolor auro,Walachen vnBEy den Walachen sein noch heutiges tages wie bey den Hungern/ grosseCrabatenvnd mechtige Goltbergwerck/ also das ein Walach vnd Crabat/ in einem oder zwey-Goltberg-Aber da lest man niemandsen tagen eine gantze Blase voll Goldes waschen kan.werckfrembdes einkommen, sie behalten vnd bawen ihr Bergwerck/ so ihnen gewis ist/ al-lein/ vnd verkauffen ihr Flischtzgold in Siebenbürgen/ wie Matthesius schreibt.König Vladißlaus hat den Thursis einen Bürger zu Crakaw in Polen zumFreyherrn gemacht, so an dem ort des Vngrischen Bergwercks, welches vorzeitendie grosse Walachey geheissen, reich worden, dauon man auch im Agricolæ großsem Bergbuch lesen kan.M Lhie köndt man die Metalla Graeciae vnd der nahe vmbliegen-Metalladen Lande auch erzehlen/ da zu vnsern zeiten sonderlich in Thracia der BergkGraeciaeHæmus wegen des Silbergwercks beruffen vnd der Berg Rhodope heut zuwerden aussenItem/ die Heuptstadt Nouomonti-gelassen.tag der Silberbergk sol genennet werden.Haemus Ro- um in Moesia/ Aber es wolte viel zu langwerden/ vnd möcht an diesen ort nicht al-Von der Stadt Newbrode in Thracia schreibt Leonhardus Chi-les gehörig sein.dope.ensis Mitylenæus Episcopus, das der Türck die Berghawer von dannen zu sich in eineNew Brod inBelagerung hab fordern lassen, vnd ihrer in vntergrabung einer Festung gebraucht.Thracia.VOn Maesia kan man sehen Volaterranum lib. VIII. Geographiae, vnd Cu-MetallaSpinionum in vita Amurathis, das Golt vnd Silberbergwerck drinnen zufinden.Maesiae.Es ist aber droben im VI. Tittel/ da wir von den eltisten Bergwercken gehandelt/etwas gedacht worden/ Item im vierden Tittel ist des Philippenser Bergwercks er-Derhalben wollen wir dasselbe ort vnbefahren lassen/ vndwehnung geschehen.lencken vns nun ein wenig auff die Polnische Streck/ was daselbs für Metallen seinmögen.VolnischeEs schreiben etliche dauon/ das das Land zu Polen nicht ohne Gottseiffen undBergwerck.gänge sey,/ dieweil es sich aber noch zur zeit nicht sonderlich ereuget, oder beweiset,kan man nichts gewisses dauon reden. Wilichius schreibt also: Dum Corrudunovsque ad Maringos, id est, Cracouia versus Opaliam& Vratislauiam, iter secimetalla plumbaria& argentaria admodum insignia vidi. vt Vicoschi, quodCracouia tertium vsque ad lapidem distat,& Tarnobij, circiter VIII. M. P. abOpalia, cuius moenia& arcem Viadrus interluit, dissidentis, metalla argenta-ria, eaque feracissima ex quibus, aliquot puri argenti pondo non semel erutasunt,& inde omnia numismata in tota Sarmatia excuduntur& signantur.Atque haec inter duo oppida, si quis trita& publica via deuiauerit, in loco aequiore atque pratensi multos puteos cum scalis pensilibus& machinis tracto-rijs, sed tum propter diss Cdium diuersarum nationum, tum, propter ἀταζιαυ(nam neque praesides neque leges metallicas habent) tum propter magnam a-quae confluentis vim desertos reperiet,& sub id tempus plaeraeque metallicaeoperae in Norduegica metalla confugerant.HJeraus kan man von dem Silber und Bleybergwerck zum Ilkoß etwasIlkoß.mercken, vnd denn auch von dem reichen Silberbergwerck zu Tarnow, darauffTarnow.grosse Stuffen gediegen Silbers gebrochen, vnd welches des Landes Müntze reichlich ver-