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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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161
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Der XXI. Titel.161subcinereum, venulis nigris tenuissimis, plerunque interruptis,& punctuliscandidis minutissimis plenissimum quod interdum habet maculas, interdunMathesiusvenas nigras satis latas, hoc nostri appellant Serpentariam.spricht/ dieser brawne sprencklichte Serpentin oder Schlangenstein sey den Schlan-gen gleich an der Farbe. Jn diesem Stein wachsen bisweilen viel Granaten/ welcheals denn dem Marmor/ so er glat vnd polirt wird/ ein sehr schöne und liebliche Far-be geben. Man machet daraus Löffel/ Trinckgeschirr/ Schüsseln oder Schalen/Granaten imSalzfäßlein/ etc. denn man den glauben dazu hat, als solle dieser Stein keinen Serpentin.Gifft leiten/ Jtem/ Täffelein vnd Tischblätlein/ Kugeln/ damit die Weiber die Worzu mandenSerpentinSchleier treugen/ Stein damit man sich wermet/ allerley Sewlen und anders zubey vns brau-Eben wie Plinius von dem che-zierde der wohnungen Kirchen und Begrebnussen.Stein zu Comum in Italia schreibt/ das man Töpffe vnd anders daraus gedrehet.Item/ es ist der Rochlitzer Marmel hieher zurechnen/ welcher meistes theilsRochlitzerAscherfarb ist/ und hat bisweilen weisse vnd gilbichte Sprencklein/ bis weilen schwar-Marmel.tze/ welche den Vogelklawen ehnlich sind. Fabricius beschreibt ihn also: Rochli-cianum(marmor) colore cinereum est, maculis verò interdum albis argen-ti nitore splendentibus, interdum nigris vnguibus auium similibus est iu-cundum. Melchior Matthesius schreibt/ er habe gehört/ das man auch Griechischeund Ebraische Buchstaben drauff gefunden. Nichts anders als des Fabricij/ istauch des Agricole-beschreibung in den Fossilibus. Aber an einem andern ort eben ingemelten Büchern gedenckt er desselben/ das er sich nicht gar glattiren lasse/ da dochandere dagegen schreiben/ er laß sich wol poliren/ also das dan Tisch draus machenJch hab aber selbst Tisch gesehen/ die nicht sonders glatt gewesen sein. Die Schloskirchkönne.zu Witten-Schloßkirche zu Wittenberg ist von Churfürst Friderichen den III. mit Rochlitzer verg.bunten Marmel(der schwartze vnd grawe Sprencklein oder Flecklein hat) gepfia-siert/ wie desselben Johannes Matthesius gedenckt. Jtem etliche Gemach in denSchlössern zu Dreßden und Torgaw/ wie Melchior Mathesius schreibt. Esgezeihet sich hieher auch ein altes Sprichwort/ darinn man sagt: Das Schlos zuRochlitz stehe auff Marmelstein etc. dessen oben im 3. Titel dieses Buchs gedacht.111.Inen schönen schwartzen Darmor findet man auff dem An-Schwartzenenberg. Item neben dem grawen Marmelstein zu Zeblitz, von dem newlichMarmelstein.gehandelt worden, bricht auch ein sehr harter schwartzer Stein, darinnengleich wie in den Serpentin Granaten zufinden, wie auch im 19. Titel erwehnet.Diesen mus man gleichsfalls an diesem ort nicht aussen lassen, denn er sich schonpoliren lässet, wie ich denn etliche Täfelein dauon gesehen. Allhier können wir desschönen schwartzen Niderländischen Marmels auch nicht geschweigen/ welches vielan dem grossen herrlichen vnd kunstreichen Werck zu Freyberg/ so der durchleuchtig-ste hochgeborne Fürst vn Herr/ Herr Augustus/ Hertzog zu Sachsen/ Churfürst/ etc. Chur fürstMoritzen Erseinem Bruder hochlöblicher vn seliger gedechtnus Hertzog Moritzen/ Churfürsten/ etc.zum Epitaphio setzen lassen/ Desgleichen in Deudschlanden nicht sein soll/ zusehen/ zu Freyberg.ob wol derselbe Stein/ wie ich berichtet bin/ in diesen Landen nicht gebrochen.Er Stolpische Stein, welchen die Gelerten dem Basaltae, so die StolptscheStein oderNAegyptier in Aetiopia gefunden, vergleichen, wird von etlichen auch vnter Marmor.die schwartzen Marmel dieses Landes gerechnet/ ob er wol fast Eisenfarb ist.Es soll aber dieser vnser Meyßnischer Basaltes dem Aethiopischen gantz vnd garnichts weichen/ beyde was die schöne Eisenfarb anlanget, vnd was die härte betrifft,derwegen ihn auch etliche Schmiede zu Amposen brauchen können. Das man ihn AmFosen ausdem Stolpi-recht unter die Marmor setzen könne probirt Geßnerus/ vnd sagt vnter andern:chen Stein.Videtur rectè à Plinio marmoribus annumerari,& marmor potius quamsaxumOo iij