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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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175
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Der XXIII. Tittel.175An findet bey vns mancherley Letten aller Farben, sonderlichJtem sonsten mancherley sandicht Letten.in Bergstedten/ weis/ grün/ gelb/ rot.Erdricht. Kentmannus schreibt von einem weissen sandichten Erdrich/ Terrae luto-darinnen Schneckenheuslein gewachsen. Jtem mancherley Gebirge/ wie es die se.VIIDie schönsten und lieblichstenBergleute nennen/ wenn es neben dem gang ist.SandichtFarben/ von allerley Bergarten/ Gebirgen und Erden/ findet man auffm Schne=Erdrich.berg am Schickenberg in S. Christoff Stolln.VIII.AVffm Annenberg hat man einen schönen weissen Thon. Zu Ries an der Bergerdrich.Elbe bey Strelen einen lichtrawen/ wie man den sonst in Meyssen viel schönen Terra me-grawen Thon hat/ Jtem/ schönen gelben/ wie man beym Annenberg auffm Pelh= tallicae.Jm Dorff Ockrol ist ein schöner roter Thonberg einen schönen hochgelben hat.than Erden.gleich wie zu Eisleben/ darinnen weisse Glimmerlein.Terrae figulatDEn Eisenthan/ damit man die Eiserneofen/ sein Eisenfarbicht anstreichetbringet man nicht allein aus Beyern/ sondern wird desselben auch nun mehr an etli-chen orten bey vns gefunden/ sonderlich aber zu Radeberg. Fabricius schreibt ohn Ersenthan.zweiffel von diesem in rebus metall. cap. de ferro: Est quaedam materia ferro si- Ferri argil-milis colore non duricie: lapide magis friabilis: ferro minus ponderosa: quae la-polita ferri refert nitidi aut vsitati formam. Politur autem attritu& leuitate Radeberg.cuiusuis corporis durioris. Locum in quo effoditur ignoro, nec vsum co-gnoui: differentiam eius inter terram& lapidem& metallum obseruaui, Vo-catur autem nostro idiomate ferri argilla.B man wol in Meyssen den Märgel auff den Eckern nicht sehrXI.brauchet/ wie in Sachsen vnd anderswo/ der halben er auch nicht so hoch bey Mergel vndSteumarck.vns gehalten wird/ ausgenommen was zu Wilsdorff bey Dreßden für wenigJaren geschehen/ vnd vieleicht an wenig andern örten: So wollen wir doch/ weil vn=Wilsdorff.ser Vaterland dieser Erden art keinen mangel/ sondern desselben so wol als andereLänder/ eine notturfft hat/ auch kurtze meldung dauon thun. Zu Torgaw findet man TorgawZwischeneinen weissen flüßigen Mergel/ der weich und fett ist. Zwischen Dreßden vnd dreßden undMeyssen einen lichten Ascherfarben. Zu Radeberg einen geben schirblichten Meyssen:Radeberg.Goldmergel. Nicht weit von vns ist der Hallische Mergel berühmet/ welcher ent-Hall.weder weis oder graw ist/ und beyder etwas hart oder steinicht. Jn den grawenpflegt man zu Conterfecten/ vnd andre Bilde zu trucken. Wir müssen etlichewort aus des Igricolæ foßilibus von diesen dingen hieher ausschreiben: In Bohëmia& Turingia Agricolae marga non vtuntur, nec enim necesse habent, id perqui-rere quo abundant. Verum margae verbo significatur medulla. Nam interdumita fluida est alba, vt medullae ossium animantis non dissimilis videatur esseSteinmarck.atque exeo apud Germanos nomen inuenit, aut certè eos Gallos, qui eademlingua qua Germani vsi sunt. Quin hanc liquidam nostri metallici vel ho-Vide supràdie vocant Steinomargam: medullam saxi, quae ipsa reperitur, cum in venu­ in Tit. delis commissurisque saxorum, tum maximè in ipsis includitur saxis, saepiusque est Saxis.dura, quae pota sanguinis per ora venarum profusionem sistit, omninoque eas-dem, quas Samia, vires habet. Hac Agricolae non ytuntur,& quia nonmagna est eius copia,& quia non ferè nisi in metallis& lapicidinis solet in-Torgischstein-ueniriJn dem Stein zu Torgaw bricht ein weis mildes oder flüssiges Steinmarck/ marck.Jtem ein weisses vnd schmirbiches oder fettes. In dem Rochlitzer Stein ein meis Röchlitzersteinmarck.mildes/ Jtem ein weisses frisches oder hartes. Daselbst hat man auch das Rötlichemilde Steinmarck/ welchs man bey vns mit grossen nutz an stad des boli Armeni brau-chet. Eins theils ist gar Leibfarb oder weislicht. Es ist aber zuuor auch etwas dauon ge-sagtPp iii