Deysnische BergChronica.180schen Gebein in der ordnung/ wie das Cadauer war begraben worden/ an welchemdie schinbein grosserer lenge/ auch die Kinbacken noch gar voll frischer weisser Zeen.Vnter welchen noch eins Lachters tieff etliche grosse Feldwacken lagen/ mit breiten Stei-nen bedackt, da zwischen ein grosser hauffen gar schöne weis gravlichte Aschen/ wel-che etwas fette anzugreiffen gewesen. Aus welchen allen so viel zuschen/ das es Begreb-nussen der Heyden sein. Wie denn solche Hübel so im Lande gefunden wer-den/ eigentlich in drey ordines können getheilet werden, Vnd erstlich sein die jenigenHübel/ welche so gar weit nicht von den Dörffern vnd Städtlein abgelegen/ vnd et-was hoch oder fein rund sein/ wie die Backöfen/ für Begrebnus zuhalten/ Die an-Dreyerley art dern aber/ so breit vnd nicht hoch sein/ auch meistes theils in flachen weiten Felderngelegen/ sein örter/ da vorzeiten etwan schlachten geschehen/ da man die erschlage-der Hübel soim Lande hin.nen auff hauffen zusammen getragen/ vnd mit Sande bedecket. Die dritten Hü-vnd wider gefunden werden, gel liegen auch gemeiniglich im weiten Felde/ vnd meistes theils auff den höhen/ seindauch kewlicht vnd etwas grösser als die Begrebnus. Dieselben seind speculae gewesen,die man in Krieges vnd sonsten vnfriedens zeiten gebrauchet. Denn wenn die jenigenso an der Grentze auff solchen Hügeln die Wache gehalten, etwan vermercket, dasdie Hunen oder Wenden/ welche diesen Landen den grösten Dampff angelegt/ kom-men/ vnd einen einfall thun wollen/ haben sie ein Fewer angezündet/ welches so baldes der nechste Wechter gesehen/ dem folgenden auch mit einem Fewerzeichen vermel-det/ damit also denen Leutlein/ so vber etliche meilen abgelegen/ der Feinde einfalle ineiner halben stunden können vermeldet werden/ vnd dieselben das ihre an sichere öxterbringen mögen/ Aber dieses orts hieuon gnug.WIr kommen wider auff die erzehlung der argument, warumb es sepultur-sein müssen. So haben ferner etliche disputirt/ das es keine von der natur formir-te Töpff sein mögen/ dieweil sie so eben/ rund vnd meisterlich gemacht sein/ das keinvnform daran/ Ja die strichlein/ so gleich als sie vnsere Töpffer itzo drehen, Es istaber offenbar/ wie die natur sonsten bisweilen jrre/ in allerley Execaturen vnd gewech-sen. So wer auch gleublicher/ wenn sie wüchsen/ das sie einen jeden ort nur einerleyart sein würden/ wie die natur in andern dingen schaffet/ vnd ist vieleicht ein gedicht/das sie im winter tieffer liegen sollen/ als in Sommer. Daher sich denn gar nichtreimet/ was einer hiezu von der Sonnen krefften ziehen wollen. Das sie aber an ei-nem ort weicher sein als an einem andern/ vnd in der Lufft dürr werden/ ist ohn zweiffeldie vrsach/ das sie nicht aus einerley Than vnd Materi gemacht sein. Denn die jeni-gen so ich ausgraben lassen, alle hart gewesen, ob sie schon wegen der feuchtigkeitvnd alters etwas mürbe, darauff sie doch an der luffk härter werden. So weisman das gleichsfalls an etlichen orten die Werckstücke/ welche gar weich gegrabenwerden/ hernach in der Lufft so hart werden/ das man sie nicht mehr arbeiten kan,derwegen man sie stracks in dem Steinbruch so bald sie gewonnen sein/ also formirenErdtöpffe seinmus/ wie man sie haben will. Ich las es derwegen dabey bleiben, das es vrn-vrnae mor-mortuorum sein/ Denn dergleichen monumenta von Glässern vnd sonsten mehr ge-tuorum.funden werden/ etc.M Tyringen hat man auch steinerne solche Toͤpffe gegraben nicht ferne vonSteinerneErdtöpffe,Nordhausen/ darinnen die Asche wegen des orts gelegenheit vnd natur fast in Steinverwandelt worden. Gleich wie in Italien vber diese Irrdische vnd stei-nerne Töpffe auch Glaͤsserne/ wie newlich erwehnet worden/ gegra-ben werden/ von welchen Agricola am ende des 7. Buchsde natura foßilium. Wir kommen nun wei-ter zu den Säfften.VOn
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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180
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