Deysnische BergChronica.182gründet/ mir dreyerley Saltzes/ Als erstlich des natürlichen gegrabenen/ welches woman es finde/ bey ihm zuersehen/ da er auch von Stasphurt schreibt/ das man daselbstwol Salz Graben könte/ weil Sommerzeit die Felder setzen/ als weren sie mit Salz11.bestrawet/ und immerdar gesalzen Wasser daselbsten quillet. Zum andern desnatürlichen ausserhalb der Erden/ wie im Kreis/ Elbogen bey Schönbach ein kleingeprödel von sumpichten Quellen Sommerzeiten gerünnet vnd zu Saltz wird. Zumdritten des gesottenen Saltzes/ als des Hallischen/ Lüneburgischen, Stasphurdi-schen/ Franckenhausischen und Altorffischen in Hessen/ etc.Wo manDJe fürnembsten Saltzwerck aber da man Saltz grebet/ seind in Polen/ inSalz grabeSiebenbürgen/ im Zeckeland bey dem Marck Saltzberg/ in Hispanien/ in Tyrollbey der Stadt Hall im Gebirge/ etc. Aber solches gehört nicht alles hieher in vnsereChronicken. Aber zum Haus zu Sachsen vnd Meysen gehören auch ferner die Saltzbrun-Franckenhau/ nen zu Franckenhausen in Tjringen/ welche nach Hall/ Lüneburg und Stasphurdedie fürnembsten in diesem ort Deudschlandes sein.Eben in Tyringen findet manAngeflogenauch ein angeflogen Saltz/ wie man reden möcht/ welches auff den Feldern vndSalz.Wiesen wie ein Reiff ligt/ da die Bäche gesaltzen sein/ als ober dem Berg undKieffhausen.Schlos Kiffhauen/ da man nach Kelbern gehet. Zwischen Schmiedeberg undDiebischehei-Dieben/ wie wir anfenglich erwehnet/ sollen auch Saltzbrunnen sein/ vnd derenQuellen für der zeit/ von den Bawern/ so ihrer liegende gründe/ wenn es in schwangkommen sollen/ sorge gehabt/ verstopffet worden/ wie die gemeine rede gehet: da siealso dermassen verwarloset sein/ das sie auch noch zur zeit nicht wider offenbar werdenkönnen. Vberm Schneberg bey Erlbach gegen Voitlande hat man etliche JarErlbach.vber an einem Salzbrun gearbeitet/ aber das wilde Wasser von der Sala noch nichtscheiden können.WJe das Saltz fürnemlich dreyerley ist/ also Niter/ welchesNiter dreyerdemselben verwandt. Denn es entweder Natiuum in terra/ oder Natiumextra terram, oder zum dritten factitium ist. Zu Torgaw wechset einNiter aus den wenden/ welches lucker vnd schneweis/ die Graci pflegen es Aphro-Torgav.nitrum zu nennen/ Die Torgawer weisse Niterblumen. Von demöphronitro be-Aphronitrumsihe sonsten auch Agricolam in seinen fesblibus. Eben daselbst in den Kellern fin-Niterblumen.det man auch reine Nitterzacken, die Gelerten nennen es Stalasticum. Jn etli-Stalaticumchen Kellern vnd Gewelben zu Leipzig wechset auch solcher weisser Niter aus denMawren. So findet man auch anderswo ein solche art/ als in etlichen StedtenGelb niter.an den Wallmawren/ vi parietes polline videantur esse conspersi-Zu MeyssenMiterbittet.findet man gelbe Niterblumen in den Killern. Es blüet der Niter auch besweilenaus den Bleyschlacken/ Jtem sampt einen andern grawen Niter aus den Kupffer-schlacken. In Tyringen blück der Niter aus einer schwartzen Erden.GAlpeter nennet man das, so man aus den Niter machet oderGubeter.sendet/ als in Meyssen bey Merseburg/ vnd in Tyringen an vielen orten/ AlsMersparg.zu Mücheln und vber Globick/ welches ein Dorff auff dem wege ist da manMa hda.von Merseburg nach Querfurdt gehet. Jtem nicht weit vom Meyßnerlandt inStasphard.Sachsen bey Stasphurd gegen mittag/ wenn man nach Warmsdorff gehen will/da dis Feld garweis ist von der Materien/ daraus man Salpeter sendet. JtemZerbst.zu Zerbst vnd Bernburg. Von denen Agricola sagt: In his alijsque locis est terraBernburg.Halinitri plena in quam aridam imbres ferè ultra cubitum non penetrant: in-fra eam altitudinem terra non rarò est candidis Halinitri venis distincta. AnWie mangemelten etlichen orten machet man Hauffen aus Salittererde vnd Asche mit einemSalpeter sam/Reißholz zugedeckt/ vnd offtgesprenget oder befeuchtiget/ darinnen dieser BergsafftWechst in 5.wechset/ denn dieselbe Erde vnd Asche ja in 5. oder 6. Jaren ihre vorige krafft wi-Jaren widerder bekommen soll/ wie auch das Aulaunertz.
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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182
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