Band 
Erster Theil.
Seite
21
JPEG-Download
 

bus (280.) Gallien auf eine Zeit. KonstantiuS der!!, eilteaus Italien herbei die Alpen zu retten, schlug (SOS.) die ailema-uischen Schaarcn bei Vindonissa, und verfolgte sie bis an denGünzburgerpaß; allein Barbetius, des'Kaisers Feldherr,welcher bei Augusta Raurakorum stch verschanzt hatte, wardbald hernach überfallen und jener Landesstrich vom Feind ver»wüstet. Julian rächte diese Niederlage (362.) bei Strafburg,und Valentinian ließ das linke Rhcinufer frisch befesti-gen. Umsonst! der Impuls war gegeben, und solchemomentane Vortheile blieben unvermögend den Andrang dersiegreichen Barbaren aufzuhalten.

8m Anfang des fünften Jahrhunderts nach Christi Ge­ burt , wanderten die Gothen vom schwarzen Meere her, derDonau entlang nach Italien , und bemächtigten sich (406.) derPtadt Rom, von wo der Kaiserlich nach Konstantinopel ver-legt worden. Neuerdings kamen die Allem anen, verwüste-ten Vindelachcn, Rhäticn und Helvetien, und sch-ien sich an beiden Ufern des Rheins, vom Schwarzwald bisins Alpengebirg. Da führten sie ihre Gewohnheiten und Al-- wenden zur Viehweide ein; sie brachen die Burgen der Rö-mer, und alles was römisch und helvetisch gewesen, giengunter ihrer Rache zu Grunde. Es erlosch die Pracht vonAventicum und Vindonissa, alle Städte zernichtete Feuer undSchwcrdt; die ganze Gegend weit und breit ward verödet undzum Ucchtland umgeschaffen, die Einwohner niedergemachtoder als Sklaven behandelt.

Das Ausströmen nordischer und morgenländischcr Völkergegen das große Nömerreich ward immer furchtbarer. EinDolksstamm trieb den andern aus den alten Sitzen; die Ueber-wnndenen wurden Eroberer, und verschwanden wieder ohnebleibende Spuren zu lassen. Die Burgnndio ncn bezogendie verlassenen Wohnplätze der Gallier auf beiden Seiten desHuragebirgä, so wiö auch jene der Hclvcticr und Allo-brogen am Fuß der Alpen, wodurch das Land halb alle-manisch, halb burgundisch ward. Die Lombarden bahn-lrn sich W>:g und bezwängen das nördliche Italien am Po;b>e Wandalen, Sucwcn und Alanen waren ihrerseitstu Gallien und HeSperien eingefallen. Von Belgien schritte»